Manches ändert sich nie. So wie Marbella an der Costa del Sol, Spanien. Waren es nach dem Weltkrieg Politiker und Aristokraten, die den Sommer dort genossen haben, ist heute Marbella immer noch ein wichtiger Treffpunkt des europäischen Jet Sets. Scheichs und Prinzen gehören mittlerweile genauso zu den gerngesehenen Gästen des mondänen, südspanischen Ortes wie die anderen VIPs mit Rang und Namen. Gerne stellt man sich zur Schau, unter anderem auch zusammen mit den überaus teuren und luxuriösen Booten im Yachthafen Puerto Banús. Wer eine kleine Wanderung nicht scheut, erreicht das ungefähr acht Kilometer vom Hafen entfernte Zentrum Marbellas über die Uferpromenade entlang, vorbei an sehenswerten Strandhotels wie den Marbella Club und das Hotel Puente Romano Grand Luxe.
Das andalusische Flair findet sich in der Altstadt von Marbella – mit ihren verwinkelten Gassen und Blumen verzierten, weiß getünchten Häusern. Die Plaza de los Naranjos ist nicht nur der geographische Mittelpunkt Marbellas, sondern auch das Zentrum des alltäglichen und -nächtlichen Lebens. Es ist ein Platz im typisch-andalusischem Stil mit maurischem Einfluß, der seinen Namen den zahlreichen Orangenbäumen verdankt.
Im Zentrum findet sich auch ein bemerkenswerter Renaissance-Brunnen aus dem 15. Jahrhundert, das Rathaus aus dem 16. und die Casa del Corregidor aus dem 17. Jahrhundert. Von hier aus führen romantische enge Straßen durch die Stadt, flankiert von strahlend weißen Häusern mit blumengeschmückten Balkons. Unter der Acenida del Mar, einer schönen Strandpromenade, befinden sich großzügige Parkgaragen, von denen aus man das Stadtzentrum in wenigen Minuten zu Fuß erreichen kann.
Dass Marbella natürlich etwas teurer ist als andere Urlaubsorte an der Costa del Sol muss nicht extra erwähnt werden. Marbella hat aber auch Normalpreisiges. Das 400 Meter vom Yachthafen Puerto Banús entfernte, im andalusischen Hacienda-Stil erbaute Hotel Andalucía Plaza, gehört zum Beispiel zu den erschwinglichen und angenehmen Domizilen, um die Seele baumeln zu lassen.
Eine preisgünstigere und lohnenswerte Abwechslung bietet auch der Besuch des Flohmarktes, der jeden Samstag vor der Stierkampf-Arena stattfindet. Und nicht zuletzt isst man in Marbella auch richtig preisgünstig. Wer nicht-mondäne Preise beim Fischessen zahlen vorzieht, dem sei das Insider-Restaurant California am Rande der Altstadt Marbellas ans Herz gelegt. Und für eine etwaige Abendgestaltung bieten sich die Salduba-Bar, die Sinatra–Bar in Puerto Banús oder der Club Olivia, ausserhalb an der Strasse nach Cadiz an.

