Mit dem Rad durch den Frühling - Auf den Straßen Mallorcas herrscht nur wenig Verkehr, die milden Temperaturen machen die Fahrt durch die Ebene zu einem Vergnügen. Entlang mauerngesäumter Straßen stehen die knorrigen Olivenbäume. Schon von weitem leuchten die roten Blüten des Klatschmohns, und es duftet nach Kräutern. Zwischendurch einfach absteigen und die Natur bewundern. Die Zeit scheint still zu stehen. Schafe grasen unter blühenden Obstbäumen, in der Ferne bellt ein Hund. Die Bauernhöfe scheinen verlassen, nur dann und wann lässt sich ein Mensch blicken.
Die meisten sind auf dem Markt in Sineu. Der Ort ist jetzt im Frühjahr kein Ziel der Ausflugsbusse, sondern Treffpunkt und Nachrichtenbörse der Bauern aus der Umgebung. Seit 700 Jahren hat sich hier wenig geändert. Die schwarzen Schweine quieken laut, als wüssten sie, dass die bald als Schinken im Laden hängen. Hühner, Gänse und Singvögel, alles zwitschert und schnattert. Ein paar Schritte weiter türmt sich Obst und Gemüse, flattern Tischdecken und Wäsche im Wind. Es ist noch ein richtiger Markt, auf dem es alles zu kaufen gibt. Da wo die Einheimischen sind, haben auch die Lokale geöffnet. Wer nicht dem Treiben zu sieht, sitz in einer der Kneipen, stärkt sich bei deftiger Suppe und Paprikawurst. So gestärkt, fällt das Radeln auch nicht schwer.

