Obwohl Gibraltar nahe der Südspitze der Iberischen Halbinsel geographisch betrachtet nicht mehr zur Costa de la Luz, sondern schon zur Costa del Sol gehört, ist es von dort aber bequem in einem Tagesausflug erreichbar und einen Ausflug wert. Der, mit dem spanischen Festland nur durch eine Landenge verbundene Felsklotz, der Affenfelsen, ragt bis zu 426 Meter steil in den Himmel und lässt Erinnerungen an Kapstadts Tafelberg aufkommen. An seinem terrassenförmig ansteigendem Westhang liegt die Stadt Gibraltar, in der rund 30.000 Gibraltesen - so wie sich das bunte Volk aus allen Teilen der Britischen Inseln sowie Inder, Portugiesen, Spanier u.v.a. selbst nennt - leben.
Seit 1704 ist Gibraltar britisches Hoheitsgebiet und den Spaniern ein Dorn im nationalen Auge. Das hindert jedoch die spanische Bevölkerung nicht daran, Gibraltar all wöchentlich einen Besuch abzustatten, um dort zollfrei einzukaufen. Touristen hingegen erwartet ein starker Kontrast zu Spanien: Kaum, dass man die mit dem spanischen Festland verbundene Landenge - die übrigens gleichzeitig als Hauptstrasse zur Grenze als auch als Fluglandebahn dient - überschritten hat, fühlt man sich wie in einem anderen Land.
Kaum etwas erinnert mehr an Spanien. Zwar verzichten die Gibraltesen auf den Linksverkehr, doch das bunte Sprachgemisch und die einzigartige Mischung maurischer und spanischer Architektur verbunden mit Baustilen aus der britischen Kolonialzeit gibt der Stadt ihren eigenen, überaus charmanten Charakter.

