Trotz aller kultureller Angebote ist und bleibt Bali freilich für den Großteil der Touristen das Badeparadies schlechthin. Zahlreiche wunderschöne Strände bieten dafür beste Voraussetzungen, und Hotels aller Preiskategorien laden ein. Strände wie Sanur stehen für gepflegtes Badevergnügen. Im Gegensatz dazu sind all jene, die es etwas lauter, verrückter und abwechslungsreicher mögen, in Kuta auf der Westseite bestens aufgehoben. Hier tanzt der Bär, würden die Berliner sagen.
Rund um die Uhr ist für Stimmung und Action gesorgt. Die hohen Welle des Indischen Ozeans laden zum Surfen ein, an breiten Stränden kann man sich die ersehnte Portion Sonne holen, wobei fliegende Händler teils recht aufdringlich dafür sorgen, dass keine falsche Müdigkeit aufkommt. In den Strassen von Kuta herrscht ein Marktreiben, das kaum irgendwo sonst auf der Welt seines gleichen hat. Von qualitativ hochwertigen Produkten bis hin zum billigsten Schund gibt es all das zu kaufen, was ein Touristen Herz begehrt.
Jalan Legian heißt die Hauptshopping Meile, auf der sich Tag für Tag Tausende Kaufwütige tummeln. Und dann am Abend, wenn sich die Hitze des balinesischen Tages gelegt hat, laden unzählige kleine und grössere Restaurants zu indonesischer Küche ein, die nicht nur gesund und schmackhaft, sondern hier auf Bali fast schon für ein Taschengeld zu bekommen ist. Noch immer gehört Bali zu den Ferienzielen mit den niedrigsten Nebenkosten weltweit, auch wenn der steigende Dollar dort seine Auswirkungen zeigt. Am frühen Morgen, nach durchtanzter Nacht in einer der Open-Air-Discos, zeigt sich Kuta dann von seiner schönsten, seiner ruhigen Seite.

