Dort, wo sich das Eisacktal öffnet, liegt Bozen, die einzige Grossstadt Südtirols und Hauptstadt der Autonomen Region Trentino-Alto Adige. Im Gegensatz zu den einladenden Städten am Oberlauf der Eisack, zeigt Bozen den Besuchern, zumindest auf den ersten Blick, eher die kalte Schulter. Am Besten erkundet man die Stadt zu Fuss So nähert man sich langsam und merkt schnell, dass Bozen durchaus liebens- und sehenswerte Seiten hat. Vorher heisst es aber ersteinmal einen Parkplatz fürs Auto zu finden. Ist in Bozen zwar nicht ganz so einfach, aber es stehen öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Dem Besucher wird empfohlen, sich an das Parkleitsystem zu halten, das sich in den meistfrequentierten Zonen und am Eingang der Stadt befindet.
Die Geschichte des rund 2.000 Jahre alten Ortes bekam 1919 einen tiefen Bruch. War Bozen bis dahin eine gemütliche Kleinstadt mit rund 20.000, meist deutschen Einwohnern, änderte sich das nach der Annexion Südtirols durch die Italiener gründlich. Mit Umsiedlungen im grossen Stil wurde der ehemals ruhige Marktflecken zur, von Italienern beherrschten, Industriestadt. Heute leben in Bozen rund 100.000 Menschen, von denen nur noch jeder Vierte Deutsch spricht. In den Jahrzehnten nach der Annexion entstand auf der anderen Seite der Talfe die sogenannte Neustadt, die bis in die Gegenwart von fragwürdigen Bauten aus der Zeit des Faschismus dominiert wird.
Eine seiner schönen Seiten zeigt Bozen in der historischen Altstadt. Beginnend auf dem Waltherplatz mit dem Denkmal Walther von der Vogelweides kann man Dom, Rathaus und die bekannten Lauben mit wenigen Schritten erreichen. Ein Besuch auf dem Obstmarkt sollte ebenso zum Stadtbummel gehören, wie das Archäologische Museum mit seiner grossen Attraktion Ötzi, dem Mann aus dem Eis. In einer gut aufgebauten Show erfährt man viel Interessantes über den Mann aus dem Eis. Wissenschaftliche Untersuchungen rund um den bedeutenden Fund werden genauso dargestellt wie Informationen über die Zeit, in der Ötzi gelebt hat.

