Zoologische Gärten sind weltweit ein Besuchermagnet für groß und klein gleichermaßen. Nicht anders in Australien. Aber dort ganz besonders, denn was da als heimische Tierwelt in den Gehegen steht, ist für den Touristen aus Europa natürlich exotisch. Zahlreiche Zoos in den großen Städten warten nur darauf, die Besucher aus nah und fern willkommen zu heißen. So zum Beispiel in Sydney. Etwas Besonderes unter den australischen Tiergärten ist der Australia Zoo, die Heimat des Crocodile Hunters, der leider bei einem Unfall vor einigen Jahren verstarb, aus der gleichnamigen, nicht nur in Australien äußerst populären Fernsehserie. Eine knappe Fahrstunde nördlich von Brisbane gelegen, wird er eingerahmt von der eindrucksvollen Naturkulisse der Glass House Mountains.
Klar, der Name sagt es schon, hier bekommt man eine Reihe spektakulärer Vorführungen mit den gefährlichen australischen Krokodilen gezeigt. Doch freilich nicht nur. Der Zoo ist vielfältig in seinen Tierarten und abwechslungsreich in den täglichen Demonstrationsvorführungen. Zuerst aber sollte man einer alten Lady seine Referenz erweisen. Die Attraktion des Zoos war über Jahrzehnte Harriet, eine 1830 auf den Galapagos Inseln geborene Landschildkröten. Es ist wahr, sie ist sage und schreibe 170 Jahre alt geworden, und damit wohl das älteste Exemplar ihrer Gattung. Sie selbst ist mittlerweile in die ewigen Jagdgründe abgetaucht, doch einige ihrer jüngeren Verwandten vertreten sie bestens.
Im Australia Zoo kann man sich mit einem Dingo auf dem Arm oder einer der 5 Meter langen Phyton um den Hals fotografieren lassen. Das geht gleichermaßen mit einem, Känguru auf dem Arm. Er ist so richtig ein Tierpark zum Anfassen. Nebenbei erfährt man vom Pflegerteam viel Interessantes über deren Zöglinge und manch spannende Geschichte aus dem Zoo-Latein. Im Gegensatz zu anderen Bundesstaaten Australiens, die das Berühren der Koalas per Gesetzeskraft untersagt haben, kann man in Queensland, also auch im Australia Zoo, den wuschligen Beuteltieren einmal über ihr herrlich weiches Fell streicheln. Davon sind nicht nur die kleinen Zoobesucher begeistert.

