Die Malediven, mehr als tausend Inseln, manche kaum grösser als ein Fußballplatz. Dazu strahlend weiße Korallensandstrände und kristallklares Wasser, das im Sonnenlicht schimmert von türkis bis azurblau. Willkommen im Indischen Ozean, auf einem der schönsten Atolle der Erde.
Keine der Inseln ragt mehr als eineinhalb Meter aus dem Wasser, dennoch können in die Gezeiten kaum etwas anhaben. Denn jedes Eiland wird von zwei Riffs geradezu fürsorglich geschützt. Die äusserste Schicht des Korallenatolls bildet ein Randriff. Diese besteht gänzlich aus abgestorbenen und lebenden Korallen und bildet eine hervorragende Barriere gegen die Wellen des Ozeans. Hinzu kommt das Hausriff, dessen Wasser an manchen Stellen so flach ist, dass man darin sicher spazieren kann. Ideal selbst für Nichtschwimmer.
Der Star der maledivischen Gewässer ist das Dhoni, ein einzigartiges Schiff aus starken Holzplanken, die um einen starken Holzrahmen geformt und aneinander genagelt werden. Sie dienen als Fischer- und Tauchboote, Lastkähne und Inselfähren zum Transfer von der Hauptinsel Malé, auf der sich der Flugplatz befindet, hin zum eigentlichen Urlaubsressort. Ein Erlebnis, das man sch auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn am Horizont Inseln auftauchen und der Anblick von Palmen gesäumten Stränden die Vorfreude mit jeder Minute wachsen lässt.
Gleichwohl die Malediven am Äquator liegen, sind die klimatischen Bedingungen vergleichsweise moderat. Der Ozean wirkt wie ein Puffer, der die Hitze langsam speichert und abgibt. Starke Temperaturschwankungen wie auf dem Kontinent gibt es hier nicht. Das Thermometer zeigt zumeist um die 30 Grad an, und vom Meer her weht eine kühle Brise. Gelegentliche Hitzegewitter dauern selten länger als ein paar Minuten und bringen zusätzliche Erfrischung.
Fisch, Meeresfrüchte und Kokosnüsse finden sich auf jeder Speisekarte. Schwein sucht man dagegen oft vergebens, da es den Muslimen verboten ist. Ein paar wenige Inseln haben Sondergenehmigungen. Die meisten Speisen müssen aus dem Ausland eingeflogen werden. Das Service-Personal - wie auch die Köche - kommt meist aus Indien und Bangladesch. Also ist die Küche bunt gemischt, bietet einen Querschnitt durch die Angebote verschiedener Länder: Gebratener Reis, indischen Curry, Lasagne und natürlich Fisch, Fisch, Fisch. Die meisten Inseln haben eine spezielle Lizenz zum Alkoholausschank. Das Sortiment an Spirituosen variiert dabei von Eiland zu Eiland. Ein kühles Bier ist aber zumeist zu haben - und schmeckt an kaum einem Ort rund um den Globus besser als hier.