Zypern: Orchideen und Mandelbäume
Ein Blütenmeer mit Farbtupfern aller Couleur
Während hierzulande frostige Temperaturen vorherrschen, erwacht Zyperns Natur zum Leben: Ein Blütenmeer mit Farbtupfern aller Couleur schmückt die Insel der Aphrodite. Die Orchideenblüte beginnt in wenigen Tagen. Ebenso beeindruckend: religiöse Kunstwerke des byzantinischen Zeitalters.
Zypern ist eine Schatzkammer der Orchideen, von denen die meisten im Troodos-Gebirge sowie an der Küste wachsen. Zu Fuß lässt sich die einzigartige einheimische Flora und Fauna am besten erkunden. Gut ausgeschilderte Naturlehrpfade im Troodos-Gebirge, auf der Akamas-Halbinsel und am Kap Greco informieren über die Besonderheiten der Pflanzenwelt. So erfahren Interessierte beispielsweise, dass die Insulaner aus ihren Blumen Naturmedizin gewinnen: Seit dem Altertum nutzen die Zyprioten das Harz der Zistrosen, die im Frühjahr und Sommer weiße, rosa und violette Blütenteppiche bilden, als Heilmittel in Salben und Tinkturen sowie als Räucherstoff.
Das byzantinische Zeitalter bescherte Zypern eine Vielzahl bedeutender religiöser Kunstwerke. Die orthodoxen Gläubigen sehen darin die irdische Erscheinung der Heiligen. Sie sind zumeist auf Holz und Leinen gemalt und mit Blattgold verziert. Oft täuschen einfache Dächer und steinernes Mauerwerk darüber hinweg, dass sich im Inneren der Gebäude wahre Kunstschätze befinden. Das Byzantinische Museum in Pafos zeigt byzantinische Ikonen aus dem siebten bis 18. Jahrhundert, darunter die älteste, die jemals in Zypern gefunden wurde.
Wegen der wertvollen Ikonen und Fresken sind die Kirchen und Klöster oft verschlossen. Wer sie besichtigen will, sollte im Kafeneion, dem Kaffeehaus des Dorfes, nach dem Priester mit dem Schlüssel fragen. Blitzlicht beim Fotografieren ist verboten, um die Ikonen nicht zu beschädigen.
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