06.09.2005

Zypern

Stark und ungefiltert

Lefkosia, Zypern
Stolz blickt das Eiland im Mittelmeer auf 9.000 Jahre Geschichte zurück. Dennoch hat es den Anschluss an die Gegenwart nicht verpasst. Während in manchen idyllischen Bergdörfern die Zeit still zu stehen scheint, tobt in der Hauptstadt Lefkosia und den anderen Städten das pralle Leben. Diskos, Bars und viele Sportmöglichkeiten versprechen Abwechslung satt. Doch auch wer es etwas beschaulicher mag, wird jenseits der Strände fündig. Laiki Gitonia, das "volkstümliche Viertel" innerhalb der Stadtmauern von Lefkosia, lädt mit zahlreichen Boutiquen, Weinlokalen und Kunsthandwerkstätten zum Bummeln ein.

 

Begrünt mit Bäumen und Sträuchern führen verkehrsfreie Kopfsteinpflasterstrassen durch den typischen Stadtteil. Zahlreiche Galerien, Restaurants und Souvenirgeschäfte laden zum Verweilen ein. Mittendrin befinden sich zwei sehenswerte Museen: das kleine Schmuckmuseum und das Levendis Municipal Museum. Beide sind das ganze Jahr über geöffnet. Im Schmuckmuseum sind rund 600 kostbare Gold- und Silberarbeiten vom Anfang des 18. Jahrhunderts ausgestellt. Das Museum hat montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

 

In einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert befindet sich das international ausgezeichnete Levendis Municipal Museum, in dem die Stadtgeschichte Lefkosias von der Antike bis heute erzählt wird. Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 10 bis 16.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Kulinarischen Genüsse Zyperns, das traditionelle Mezé
Die Sehenswürdigkeiten der Insel sind geprägt von griechischer Mythologie und mittelalterlichem Christentum. Interessante Ausgrabungsstätten ziehen sich an der Küste entlang, überall finden sich kleine Klöster und Kirchen. Der wohl bekannteste Ort ist der Felsen Petra tou Romiou im Südwesten der Insel. Hier entstieg der Sage nach Aphrodite, die Göttin der Schönheit, dem Meeresschaum. Wenige Kilometer weiter liegt das Örtchen Geroskipou, mit einer der charakteristischen Kirchen Zyperns: Agia Paraskevi. Der pittoreske Fünfkuppelbau besitzt Fresken aus mehreren Jahrhunderten. Zyperns Küche ist bunt und abwechslungsreich, geprägt von griechischen, türkischen, orientalischen und englischen Einflüssen. Wer schnell einen Eindruck von den kulinarischen Genüssen Zyperns gewinnen möchte, bestellt das traditionelle Mezé - eine Folge von warmen und kalten Speisen quer durch die zyprische Küche. Dazu braucht es einen großen Tisch, mitunter werden in kleinen Portionen bis zu 30 verschiedene Gerichte serviert.

 

Frisch vom Grill kommen Suvla (Fleischspießchen) und Paidakia (Lammkoteletts). Eine Spezialität der kalten Küche ist Chiromeri, gepökeltes Ziegenfleisch. Vegetarier sollten Kolokasi probieren, die süßen Kartoffeln Zyperns. Beim Essen immer dabei: Salate und Vorspeisen, etwa Tachini (Sesampaste) und Taramosalata (Fischrogenpüree). Zu einem zypriotischen Essen gehört natürlich ein guter Wein. Daneben gibt es auf der Insel auch eigenes Bier, Sherry und Brandy. Für den Morgen danach empfiehlt sich griechischer Kaffee - stark und ungefiltert.

 

Letzte Änderung: 06.09.2005
Medien (diese Seite): fabi
Autor: fabi

Drucken