06.03.2000

Willkommen im Sudan

Das größte Land Afrikas - nur Wenigen bekannt

Tempel im Sudan
"Welcome to Sudan" begrüsst der Zollbeamte jeden einzelnen der Reiseteilnehmer strahlend und so aufrichtig herzlich, als sei dies ein langersehntes Wiedersehen mit alten Freunden.

 

Antwortet einer der Reisenden ihm daraufhin auf englisch, scheint er sich vor Lachen schier zu schütteln, entblösst eine Reihe wunderbar weisser Zähne, was ihm das Aussehen eines Sarrotti-Mohrs verleiht und radebricht "No ingles, arabique only."

 

Begegnungen im Sudan sind geprägt von dieser Heiterkeit, einer ausgesprochenen Liebenswürdigkeit und der Gastfreundschaft der Menschen. Da serviert der Zollbeamte während der Kontrolle den Reisenden Tee, der Dorfpolizist fährt eigens zum Bäcker Brot holen, oder man wird zum Essen eingeladen, wo man lediglich den Weg zum Markt erfragen will.

 
Sudan
Der Sudan - das "Land der schwarzen Menschen" wie es die alten Araber nannten, ist flächenmäßig der grösste Staat Afrikas und zugleich noch eines der unbekanntesten Länder dieses Kontinentes. 1993 von den Amerikanern auf die Liste der terroristischen Staaten gesetzt, jahrelang international isoliert, geächtet und wirtschaftlich boykottiert, öffnet sich das Land erst in der letzten Zeit langsam dem Tourismus.

 

Dem, der im Sudan unvoreingenommen auf Entdeckungsreise geht, wird sich ein faszinierendes und sicheres Reiseland offenbaren, ein Land in dem die Menschen den Touristen offen und neugierig, aber nie aufdringlich begegnen, in dem Touristen dieselben Preise zahlen wie die Einheimischen, in dem man nie von sogenannten "Guides" belästigt wird und wo selbst der Souvenirhändler noch freundlich bleibt, wenn man nichts kauft.

 

Letzte Änderung: 06.03.2000
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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