19.10.2000
Cartwright-Feeling in den Llanos
Zwischen Texas und Pampa
Die Llanos in Venezuela sind ca. 300.000 Quadratkilometer große, weite Ebenen bzw. Savannen mit Sumpfgebieten, durch die der Fluss Orinoco fließt. Die Erhebungen in den Llanos übersteigen die 200-Meter-Marke nicht. Auf dem Rücken eines Pferdes macht die Entdeckung des Cowboy-Gebietes, auf dem gewaltige Rinderherden grasen, sehr großen Spass. Nicht nur beim Ausritt kommt man so in den Genuss der Gastfreundlichkeit der Llaneros - die mit Cowboys vergleichbaren Einwohner der Llanos - auch beim gemeinsamen, abendlichen Ausklang mit einem riesigen, saftigen Steak. Neben den Grasländern umfasst diese Region auch Sumpfgebiete im Orinoco-Delta und an der kolumbianischen Grenze. Besonders während der Regenzeit in den Monaten von April bis Oktober treten viele Flüsse über die Ufer und lassen noch mehr Feuchtgebiete entstehen. Auch Krokodile, die träge vor sich hindösen, gehören dann zur Tagesordnung.
Umsäumt werden die Feucht- und Sumpfgebiete von silbrig-glitzernden Galeriewäldern, in denen seltene einheimische Vogelarten (z.B. Hoazin) nisten. Bei einem Bootsausflug erschliesst sich dem interessierten Betrachter die ganze Schönheit und Einzigartigkeit dieser Gegend am intensivsten.
Das Herz der Llanos und Hauptstadt von Apurien ist San Fernando de Apure. Die Stadt ist Knoten- und Handelspunkt der Llaneros. Hier wird gehandelt, versteigert und gefeiert.
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