27.09.2009

Natur pur im Po-Delta

Das Po-Delta gehört seit 1995 zum UNESCO Welterbe

Der Regionalpark des Po-Deltas gehört seit 1995 zum UNESCO Welterbe. Gäste können hier auf verschiedenen Routen auf abwechslungsreiche Entdeckungstouren gehen und eine einmalige, artenreiche Tierwelt erleben. Beispielsweise bei einem Ausflug zu Pferd.

 

Waldweg im Po-Delta
Der Parco Regionale Delta del Po in den Provinzen Ferrara und Ravenna zählt zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten Europas. Ausgedehnte Wälder, Lagunen und Kanäle sowie eine faszinierende Fauna prägen hier die Landschaft. Der Park bietet verschiedene ausgewiesene Wege, die zu Fuß, per Fahrrad, Pferd oder Boot erkundet werden können. Für einen Ausritt besonders geeignet ist die Route durch das Bertuzzi Tal. Das Gebiet mit den Steineichenwäldern und vielfältiger Vogelwelt gilt als eine der eindruckvollsten Regionen des Po-Deltas. Startpunkt der 20 Kilometer langen Strecke ist die Reitschule am Romea Strand in der Nähe von Lido delle Nazioni. Der Ritt führt über Lido di Volano zur Halbinsel von Scannone und verläuft weiter über einen Damm, der den Blick auf das Tal Bertuzzi mit seinen rosafarbenen Flamingos frei gibt, bis zur Abtei von Pomposa. Allein die Besichtigung der Anlage mit dem 48 Meter hohen Glockenturm ist eine Attraktion.
 
Po-Delta reiten Frau
Im Comacchio Tal auf den Spuren der Flamingos: Der 26 Kilometer lange Tagesausflug lässt sich am besten auf den dort gezüchteten weißen Carmargue-Pferden absolvieren. Gestartet wird bei der Agrotourismus-Unterkunft Prato Pazzo. Der Weg führt durch das Comacchio Tal zur Halbinsel Boscoforte, auf der zahlreiche Flamingos zu Hause sind. Entlang des Flusses Reno geht es weiter zu einer Vogelschutzstation der L.I.P.U (Lega Italiana Protezione Uccelli) in Volta Scirocco. In der Nähe des Valli di Comacchio gibt es zudem ein gut ausgestattetes Zentrum zur Vogelbeobachtung. Empfehlenswertes Ausflugsziel: das Casone Serilla in der Valle Cona. Die typischen Casoni sind ins Wasser gebaute Häuser und dienen den Fischern als Unterkunft. Die Gegend hier ist berühmt für die Aalfischerei. Wer die regionale Köstlichkeit probieren möchte, kann dies in vielen Gasthäusern der Region. Immer einen Besuch wert: das atmosphärische Restaurant Al Cantinon in Comacchio.

Ein Ausflug in die Täler von Ostellato und Umgebung ist ein Muss für alle Naturliebhaber. Neben zahlreichen Vogelarten sind etwa auch Dammhirsche in den Wäldern von Mesola heimisch. Bester Zeitpunkt zur Beobachtung: die frühen Morgenstunden. Ein unvergessliches Naturerlebnis verspricht der Sonnenuntergang mit anschließender Nachtwanderung und Übernachtung in einer Hütte. Aber nicht nur Outdoor-Fans kommen hier auf ihre Kosten, auch für Gourmets gibt es gute Adressen. Gaumenfreuden versprechen die Restaurants Locanda della Tamerice und Ristorante Ninfea in Valletta di Ostellato sowie das Ferrari Ristorante in Goro.

 

Letzte Änderung: 27.09.2009
Medien (diese Seite): fabi
Autor: fabi

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