Chioggia
Liebenswertes Nest im Schatten Venedigs
Liebe, Streit, Musik - jegliche Geräuschentwicklung wird so zum halböffentlichen Ereignis - und zum Gesprächsstoff auf der Piazza. Im Sommer wird Goldonis Komödie immer wieder an den Original-Schauplätzen aufgeführt - auch ohne Kenntnisse des strengen Dialekts ein Vergnügen.
Chioggia ist uralt: Der Legende nach siedelte hier Clodio, ein Gefährte des trojanischen Prinzen Äneas, der um 2.000 vor Christus aus seiner zerstörten Heimat geflohen war. Es folgten Etrusker, Römer, Langobarden und viele mehr - zuletzt eroberten Touristen das verträumte Fleckchen Italien mit den kleine Kanälen und den bunten Fischerbooten.
Jeden Donnerstag schlagen fahrende Händler auf dem Corso del Popolo ihre Marktstände auf, der Mercato di Chioggia ist im ganzen Veneto berühmt, hier gibt es vor allem Kleidung, aber auch frische Lebensmittel, Schuhe und Haushaltswaren.
Chioggia stand immer schon in Konkurrenz zu Venedig - und es gab eine Zeit, da schien der kleine Bruder im Süden gar die Stadt auf Stelzen zu überflügeln - was dann aber nicht lange hielt. In der Nähe der Anlegestelle für Linienboote nach Venedig thront ein Löwe auf einer Säule, der einst dem prächtigen Wappentier Venedigs Paroli bieten sollte. Doch dem Bildhauer gelang es nicht recht, seinem Werk einen stattlichen Ausdruck zu verleihen. Immer mehr trug er vom Marmor ab, um den Löwen zu verbessern. So lange, bis die Einwohner das Tier respektlos nur noch Katze nannten.
Urlaub wie Sie ihn planen