Szeged: Die Stadt auf der Insel
Auch jenseits von Budapest gibt es einiges zu sehen und zu erleben
Auch jenseits von Budapest gibt es einiges zu sehen und zu erleben. Etwa in Szeged, eine der traditionsreichsten Städte des Landes, das auf eine bewegte Geschichte zurückblicken kann.
Rund 180 Kilometer südöstlich der Hauptstadt liegt das sonnenverwöhnte Szeged, lebendiges Wirtschafts- und Kulturzentrum der südlichen Tiefebene und viertgrößte Stadt Ungarns. Die einstige Insel am Zusammenfluss von Theiß und Maros galt Jahrtausende lang als wichtiger strategischer Punkt und war einer der wichtigsten Umschlagplätze für Salz aus Siebenbürgen. In späteren Jahrhunderten, nach den Napoleonischen Kriegen, wurden die Stadt und ihr Umland aufgrund des milden Klimas zum Zentrum des Paprikaanbaus, der bis heute eine bedeutende Rolle spielt.
Auch die großzügigen, begrünten Plätze, entworfen nach dem Vorbild europäischer Großstädte, gehen auf die Neugestaltung Szegeds nach der Flut zurück. Allen voran beeindrucken der Széchenyi tér und der Dom tér. Der Széchenyi tér mit seinen Platanen und den mit 500 Skulpturen großer Söhne des Landes und der Stadt gesäumten Wege lädt zum Schlendern ein. Sehenswert auch das Rathaus mit seinen grazilen Türmchen und dem bunten Majolikadach.
Rund um den Domplatz finden sich, vom Hochwasser verschont, einige der ältesten Gebäude der Stadt. Dazu zählt neben dem frühgotischen Demetriusturm beispielsweise die barocke griechisch-orthodoxe Kirche. Vor der imposanten Kulisse der Votivkirche wird der Domplatz seit 1931 alljährlich von Anfang Juli bis Mitte August zum Schauplatz der Szegeder Freilichtspiele. Dann kommen hier an jedem Veranstaltungsabend bis zum 4.000 Menschen zusammen, um Musicals oder Opernaufführungen zu lauschen. Weitere kulturelle Highlights der Stadt bieten der Kulturpalast sowie das aufwändig renovierte Nationaltheater.
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