22.09.2003

Ultimatives Skierlebnis in Utah

Snowbasin Ski Area

Tiefschneeparadies
Trapper tauchten 1824 zum ersten Mal hier auf, rund fünfzig Jahre danach kamen die Mormonen, um ungestört ihren Glauben zu leben. Nach all der Ruhe wurde es erst gut 100 Jahre später hier „rasant“, als Earl Holding das Snowbasin „entwickelte“. Der Multimillionär machte aus dem Gebiet die Rennpiste für Formel-1-Skifahrer.

 

Hier ging man keine Kompromisse mit dem Tourismus ein. An den Liftstationen gibt es weder Gedränge noch Warteschlangen, aber es gibt ausser Hot-Dog-Buden auch kein Restaurant oder Hotel. Hierher kann nur kommen, wer Skifahren kann: „Nur für Experten“ heisst es auf dem Schild an der Talstation. Profimässig ist die Infrastruktur. Modernst ausgebaute Zufahrtsstrassen, exzellente Technik an den Liften, nüchterne kleine Verwaltungsgebäude und wie bereits erwähnt eine einzige Hot-Dog-Station. Die Botschaft ist unmissverständlich, das Image einmalig: Nur für "Fachbesucher", Könner und Freaks eben.

 

Weder Glanz noch Glitter sind hier erwünscht, dafür bester Schnee: flaumweich, „extra dry“ sagt der Fachmann. Drei Dreitausender sorgen für die entsprechende Höhe. Wenige Pisten kann man „schlafend“ durchrasen: Augen zu und durch - ohne Ecken und Kanten bergabwärts.

 

Skifahrer
Aber der ultimative Kick ist dies noch nicht. Dafür steht John-Paul-Area, hierhin wird man vom John-Paul-Express befördert. Ganze dreizehn Quadratkilometer (!) ist dieses Gebiet groß, in dem man auf mehr als 50 präparierten Pisten downhill-only rast, 140 Stundenkilometer ist nicht Rekord, sondern die Regel.

 

Die Pisten sind „manikürt“, perfekt präpariert. Die „Men´s Downhill“-Piste mit 3,5 km Länge wurde von Bernhard Russi geplant und weist mehr als 70% Gefälle auf.  Aber auch die anderen Pisten stehen ihr in nichts nach. Für denjenigen, der wirklich Skifahren kann, ist dieses Gebiet das Höchste. 2002 erfuhr es seine olympischen Weihen, als Austragungsort der Winterolympiade für Abfahrt und Super-G.

 

Wohnen kann man in Salt Lake City und im nahegelegenen Huntsville mit dem ältesten Saloon Utahs. Er entstand 1879, 17 Jahre vor dem Eintritt Utahs in die USA. Und der Saloon ist heute noch genau das, was er schon damals war: fensterlos, schummrig, verraucht, krächzende Musik und mit Männern, die aussehen wie die Helden aus den Westernfilmen, knochig, hager, ernst. Als Fremder (oder gar Fremde!) fühlt man sich gerade noch geduldet. Hier gibt es nach einer US-Tageszeitung übrigens die besten Hamburger der USA.

 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): crpt
Autor: crpt

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