09.03.2004

Kairouan - die heilige Stadt

Von der Karawanenstadt zur islamischen Pilgerstätte

Esel
Die heilige Stadt Tunesiens liegt rund 155 Kilometer südwestlich von Tunis und 100 Kilometer südwestlich von Hammamet. Sie liegt am Westrand des Sahel und ist nach Mekka, Medina und Jerusalem die viertheiligste Stadt des Islam. Jeder Moslem muss einmal im Leben Mekka besucht haben. Reist er stattdessen sieben Mal nach Kairouan, so hat er nach Auffassung einiger Gelehrter seine Pflicht erfüllt. So pilgern jährlich Tausende in die heilige Stadt, die von wunderschönen Sakralbauwerken umgeben ist. Zum Geburtstag des Propheten wird das jährliche Mouloud-Festival gefeiert, zu dem unzählige Moslems anreisen und die Stadt in ein Lichtermeer verwandeln.
 
Sidi-Oqba Moschee

670 n. Chr. war die Stadt Knotenpunkt wichtiger Karawanenwege und Ausgangspunkt islamischer Eroberungen in Afrika bis nach Spanien. Kairouan wurde 1057 von Nomaden zerstört, wobei immerhin die religiösen Bauten verschont blieben. So zählt die Medina (Altstadt) zu den besterhaltenen und ältesten Anlagen in Tunesien. Wer auf der Suche nach baulichen Zeugnissen der moslemisch-arabischen Vergangenheit ist, der ist hier richtig.

 

Um jedoch die zahlreichen Bauwerke, z.B. Sidi-Oqba- Moschee (erbaut im Jahr 672) oder die Aghlabidenbassins (Wasserspeicher) besichtigen zu dürfen, müssen Sie eine schriftliche Erklärung abgeben, dass Sie die heiligen islamischen Stätten mit Respekt (nicht rauchen, angemessene Kleidung, Ruhe) besichtigen. Touristisch bekannt wurde Kairouan hauptsächlich auch durch das Kunsthandwerk und das Knüpfen von Teppichen.

 

Letzte Änderung: 09.03.2004
Medien (diese Seite): yvbi
Autor: yvbi

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