14.07.2005

Ruinenstadt Side

Zwischen Traditionen und Moderne

Apollon -Tempel
Side liegt an der türkischen Riviera zwischen Antalya und Alanya. Einst verschlafenes Fischerdorf, ist es mittlerweile ein beliebter und wichtiger Urlaubsort in der Türkei. Leider wurden die langen, breiten und feinen Sandstrände größtenteils mit riesigen Hotelanlagen zugebaut ohne dabei Rücksicht auf antike Ruinenstätte zu nehmen.

 

Side, durch den Seehandel und die Seefahrt schon früh bekannt geworden, war auch wichtiger Stützpunkt der Piraten mit dem zeitenweise grössten Sklavenmarkt des Mittelmeeres. Nachdem ein Erdbeben im 12. Jahrhundert die antike Stadt erschüttert und die Bauten und Wohnsiedlungen komplett vernichtet hatte, wurde das Dorf erst 1895 von türkischen Auswanderern neu gegründet. In den Ortskern gelangt man auch jetzt noch über die Kolonadenstrasse durch das grosse Stadttor.

 

Zu den kulturellen Anziehungspunkten gehören unter anderem der Apollon-Tempel an der Südspitze der Halbinsel, der Apollon, dem Gott des Lichtes und der Schönheit gewidmet wurde. Ein weiterer Tempel wurde zu Ehren Athenas, der Göttin der Wissenschaft, Wahrheit und Jungfräulichkeit errichtet. Beide waren die Hauptgötter Sides. Dem Gott des Weines und der Vergnüglichkeiten, Bacchus, widmete man den Bacchus-Tempel vor dem Eingang des Theaters.

 
Ruinen in Side
Zwar wird versucht, die antiken Kostbarkeiten Sides zu erhalten und in den Vordergrund zu stellen, aber die zunehmende Verbauung der Küste macht dies nicht ganz leicht. Neue touristische Ansätze könnten dieser reichen historischen Stätte zu mehr Anerkennung verhelfen, damit auch die einmalige geschichtliche Vergangenheit  des Ortes und nicht nur die zahlreichen Gold-, Teppich-, Leder- und Textilgeschäfte in aller Munde sind.
 

Letzte Änderung: 14.07.2005
Medien (diese Seite): yvbi
Autor: yvbi

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