Von der Braderuper Heide und Weissem Kliff nach Kampen
Natur und Nobelort
Einst, so erzählt man sich, lebten hier die Onnererken. Die zwergenähnlichen Wesen liessen es sich in der Nähe von Braderup auf der Wattseite der Insel Sylt richtig gut gehen - bis die Friesen kamen. Sie vertrieben die Wichte, und seither spukt es in der Heide und rund um das Weisse Kliff. Die Steilküste erreicht bis zu 15 Meter Höhe, der Sand ist der weisseste der ganzen Insel. Seit 1979 steht die 137 Hektar grosse Braderuper Heide unter Naturschutz. Zum Wandern ist sie trotz des Spuks bestens geeignet. Über Watt oder Wege führt sie Richtung Norden bis Kampen, den Ort mit seiner legendären Bühne 16, deren Besucher in den 60ern die Klatschspalten der Presse beherrschten. Da ging es Jahrzehnte vorher wesentlich ruhiger zu. Thomas Mann und Joachim Ringelnatz, Lovis Corinth und Emil Nolde liessen sich hier inspirieren.
War Kampen früher Treffpunkt von Malern, Autoren und Musikern, zeigt sich heute gern die Schickeria und vor allem, was sie hat. Sehen und gesehen werden lautet die Devise. Edelboutiquen und Luxusrestaurants finden sich dicht an dicht und Autoliebhaber stattliche Wagen. Auch wer es beschaulich mag, braucht den Nobelort nicht zu meiden. Zu Strand und Uwe-Düne, dem höchsten Punkt der Insel, geht es durch unberührte Dünenlandschaft, der Weg gen Osten führt durch die Braderuper Heide zur Wattseite. Entlang des Weissen Kliffs gelangt man über Munkmarsch nach Keitum.
Anreise: Per Auto oder Zug ab Niebüll über den Hindenburgdamm
Urlaub wie Sie ihn planen