Nubien - Wo die Zivilisation begann
Im Norden des Sudan finden sich viele Zeugnisse der Vergangenheit
Nach ältesten Überlieferungen betrieb Nubien bereits um 2.600 v.Chr. einen regen Handel mit Ägypten; für die Ägypter war Nubien als Lieferant von Gold und Sklaven von grosser Bedeutung. Zu Beginn des "Mittleren Reiches", um 2.000 v.Chr. kolonisierten sie Nubien und setzen bei Kerma einen Gouverneur ein, dessen befestigte Residenz man heute noch besichtigen kann. Um diese Zeit datieren auch die Grabanlagen von Kerma, in denen man reiche Beigaben, bis hin zu lebensgrossen Statuen fand.
In Seddenga und Sulb, 200 Kilometer nördlich von Dongola, wurden zwei grossartige Tempelanlagen Amenophis III (1.400-1.364 v.Chr.) ausgegraben. Nicht weit davon entfernt, bei Sensibi fand man 1937 eine vollständige Tempelstadt, die unter den Nachfolgern von Amenophis III erbaut worden war.
Die Ruinen der Stadt Napata mit ihren Gräberfeldern und dem Tempel des Amon, kann man in der Nähe von Merowe besichtigen. Direkt gegenüber, am anderen Flussufer, liegt das grösste Heiligtum des Staates Kusch, der Jabal Barkal mit seinen Tempeln und Siedlungsanlagen.
Unsere Reise endet rd. 80 Kilometer vor Khartum. Hier, in den Anlagen von Naqa, kann man mit dem Löwentempel und dem römischen Kiosk, die wohl am besten erhaltenen Zeugnisse der meroitischen Zeit bewundern.
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