12.03.2004

Costa de la Luz - Küste des Lichts

Rauhes Meer, liebliches Land

Costa de la Luz

 

Die "Küste des Lichts", die sich von der portugiesischen Grenze bis hinunter nach Tarife erstreckt ist bislang noch Spaniens Geheimtipp. Anders als die Costa del Sol mit ihren zubetonierten und überlaufenen Stränden findet man hier noch unberührte und nahezu weisse Uferstreifen, die sich, stellenweise bis zu 100 Meter breit, endlos die Küste entlangziehen. Fast könnte man meinen, hier sei das absolute Strandparadies, wenn...ja, wenn bloss dieser Wind nicht wäre... Gemeint ist der "Levante", der Wind aus Afrika, der einem den Kopf frei bläst und wohl so manchen Baukönig  davor abschreckt, die wunderschöne Landschaft mit Bettenburgen zu verunstalten. Und so kommen vor allem Surfer und Strandläufer an der wegen ihrer strahlenden Helligkeit unverwechselbaren Küste voll auf ihre Kosten.

 

Die Costa de la Luz ist noch sehr ursprünglich. Beschauliche kleine Fischerdörfer mit ihren engen, verwinkelten Gassen schmiegen sich an die Küstenlinie und die wenigen Touristenorte wie Puerto de Santa Maria, Conil oder Chiclana sind eigentlich nur im Juli und August stärker frequentiert, wenn nahezu ganz Spanien Urlaub macht.

 

Hinterland von Costa de la Luz
Das Hinterland der Costa de la Luz ist das Land der Grossgrundbesitzer, die auf riesigen Weideflächen Kampfstiere züchten und Wein und Oliven anbauen. Hier geht es noch sehr viel traditioneller zu und der Tourismus berührt allenfalls die berühmten "pueblos blancos" - die weissen Dörfer mit ihren weissgetünchten Häuser, die einen wunderschönen Kontrast zu der sonst so grünen Umgebung bilden und so manchen schon länger bleiben liessen.

 

Die Costa de la Luz ist aber ebenso eine Landschaft von grosser kultureller Bedeutung. Bedeutende Städte wie Cádiz, die älteste Stadt Europas, Jerez de la Frontera, die Stadt des Sherrys, der Pferde und des Flamencos oder Sevilla mit seinen Gegensätzen von Geschichte und Moderne lassen die Herzen eines jeden Kulturliebhabers höher schlagen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Levante noch lange weht...

 

Letzte Änderung: 12.03.2004
Medien (diese Seite): sage
Autor: sage

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