Südsteirisches Weinland
Genussvoll
Zahlreiche Weinstraßen locken die Besucher in die drei steirischen Anbaugebiete. In der Weststeiermark, rund 30 Kilometer südwestlich von Graz, nimmt in Ligist die Schilcher-Weinstraße ihren Anfang. Inmitten der Kellerstöckl und weststeirischer Bauernhäuser wächst der roséfarbene Schilcher-Wein, der nur aus der Blauen Wildbacher Traube gewonnen werden darf. Wegen seinem säuerlichen Geschmacks hat ihn Papst Pius VI als "rosaroten Essig" bezeichnet. Doch mit der richtigen Brotzeit fällt das gar nicht weiter auf. Steirische Köstlichkeiten wie Knoblauchwurst, geräucherter Schinken und Verhacktes gehören auf jede zünftige Brettel-Jausn’.
Etwas weniger deftig geht es im Südosten zu. Dort werden beispielsweise entlang der Klöcher Weinstraße die feinwürzigen Weißweine Welschriesling, Traminer und Gewürztraminer sowie der zartherbe Rotwein Blauer Zweigelt angebaut. Außerdem findet sich dort die gesamtsteirische Vinothek St. Anna am Aigen, die eine große Auswahl der besten steirischen Weine von 80 Winzern zum Verkosten und Kaufen bereitstellt.
Weiter im Süden, kurz vor der slowenischen Grenze, gelangt man in die "steirische Toskana", die ihren Nahmen dem dortigen mediterranen Klima und Flair verdankt. Hier befindet sich das größte steirische Anbaugebiet, in dem vor allem die Weißweine Sauvignon blanc, Muskat Silvaner und Welschriesling zu Hause sind. Das Bukett der weißen Trauben reicht von ausgeprägt würzig über traubig-fruchtiges Muskataroma bis hin zu säurebetont und feinwürzig.
Markant reckt sich hier das imposanteste Beispiel eines Klapotetz, dem Wahrzeichen der steirischen Anbaugebiete, in die Höhe: Das klappernde Windrad mit seinen zwölf Flügeln hat einen Durchmesser von 13 Metern und ist 16 Meter hoch. Der Lärm soll zwischen St. Jakobi (25. Juni) und Martini (11.November) die Vögel aus den Weingärten vertreiben.
Urlaub wie Sie ihn planen