24.05.2005

Stadtrundgang in Athen - Teil II

Kultur hat einen Anfang

Von der Agora, einst antiker Marktplatz und Zentrum Athens, jetzt nicht unweit der Metrostation Monastiraki gelegen, geht es weiter zur Akropolis, im wahrsten Sinne der Höhepunkt Athens. Die gewaltigen Mauern und aufwändig restaurierten Säulen dieser auf einem Hügel gelegenen Tempel- und Festungsanlage überragen die umliegenden Stadtteile. Über eine mächtige Treppe geht es hinauf zu den Überresten der Propylaen und den dahinter liegenden Anlagen. Im Mittelpunkt steht hier die aufstrebende Fassade des Parthenon. Dieser Tempel wurde im fünften Jahrhundert vor Christus in nur neun Jahren Bauzeit errichtet. Im Inneren des prächtigen Bauwerks stand das 12 Meter hohe Standbild der Schutzgöttin Athena. Im hinteren Teil der Akropolis liegt das Museum, das wichtige und sehenswerte Funde enthält.


Verlässt man die Akropolis - nicht ohne zuvor die wunderbare Aussicht genossen zu haben - und wendet sich nach Osten, so führt der Weg zu dem über 5000 Besucher fassenden Theater des Herodes Atticus. In dieser restaurierten Anlage finden heute wieder Theater- und Konzertaufführungen statt - vor allem bei Dunkelheit ein einmaliges Erlebnis. Am südöstlichen Ende des Akropolis-Hügels liegen die Überreste des Dionysos-Theaters. Die Griechen "erfanden" hier die Tragödie, die Römer nutzten die Anlage für Gladiatorenspiele.

 

Akropolis

 

Weiter nach Osten geht es durch den Hadriansbogen zu den Überresten des grössten griechischen Tempels, dem Tempel des Olympischen Zeus. Einst war dieses Bauwerk grösser als der Parthenon-Tempel, heute jedoch sind nur wenige Säulen übrig geblieben. Diese geben dennoch einen Eindruck von der Größe dieses Tempels, dessen Bau zwar bereits im 6. Jahrhundert vor Christus begonnen wurde, dessen Fertigstellung aber dem römischen Kaiser Hadrian vorbehalten blieb, der 132 nach Christus den Tempel einweihte.

 

Das im 19. Jahrhundert als Ausstellungshalle errichtete Zappeion links liegen lassend geht es weiter zum Kallimarmaro-Stadion. Dieses über 200 Meter lange Stadion dient heute noch genauso wie vor rund 2000 Jahren als Sportstätte. Nachdem das von Griechen und Römern gebaute bzw. umgebaute Stadion lange Zeit verfiel, erfüllte es erst 1896 bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit wieder seine Bestimmung. Die Ränge, die 60.000 Zuschauer aufnehmen, sind seitdem wieder originalgetreu mit hellem Marmor verkleidet.

 

Nach dem Besuch dieser Anlage bieten sich für eine Erholungspause die nördlich liegenden Nationalgärten an. Auch die bereits erwähnten historischen Viertel Plaka und Monastiraki mit ihren zahlreichen bunten Läden und lebendigen Tavernen warten auf den Besucher.

 

Letzte Änderung: 24.05.2005
Medien (diese Seite): roku
Autor: roku

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