04.03.2004

Schönes Sevilla

Südländische Großstadt mit Flair

Sevilla
Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, ist eine faszinierende Mischung aus historischen Attraktionen, moderner Architektur und dem lebhaftem Flair einer südlichen Grossstadt.

 

Zu den interessantesten historischen Bauwerken zählt die Kathedrale, die auf den Resten einer ehemaligen Moschee errichtet wurde. Die 97 Meter hohe Giralda, ehemals Minarett der Moschee, ist heute eines der eindrucksvollen Wahrzeichen von Sevilla. Im Inneren der Kathedrale beeindrucken wertvolle Kostbarkeiten, wie die Capilla Mayor, Capilla Real und das mächtige Retabel. Heute gilt das Bauwerk als die grösste gotische Kathedrale der Welt. Der Alcazar, ein ehemaliger maurischer Königspalast schliesst sich direkt an die Kathedrale an. Viele maurische und christliche Herrscher bauten bzw. ergänzten das Bauwerk. Besonders sehenswert sind vier Patios, der Palast Pedros des Grausamen sowie der Saal der Gesandten.

 

Unmittelbar neben dem Alcazar beginnt das ehemals jüdische Altstadtviertel Santa Cruz, das aus einem Labyrinth enger Gassen besteht. Berühmte Maler wie Murillo waren hier zuhause. Die verwinkelten Wege und schattigen Plätze im Altstadt-Labyrinth laden zum Bummeln und Verweilen ein. Einen Spaziergang wert sind auch der Parque de Maria Luisa, der während der Ibero-Amerikanischen Ausstellung im Jahre 1929 entstand und der halbkreisförmige Plaza de Espana.

 
Kathedrale von Sevillia

Weitere Plätze der Altstadt sind die Plaza de San Francisco oder der Konstitutionsplatz, der hinter demselben angelegte Platz mit Prachtbauten, die Plaza del Duque mit schöner Promenade, die Plaza de la Encarnación, der Museumsplatz mit Bronzestatue Murillos und der Quemadero, wo die Autodafes stattfanden. Die belebteste Straße ist die schlangenartig gewundene Calle de Sierpes. Unter den Häusern sind zahlreiche palastartige, meist im altrömischen Stil erbaute mit schönen marmorgetäfelten Höfen; im übrigen herrscht in der Altstadt die orientalische Bauart vor. Insofern weisen die Gebäude fast durchgängig Flachdächer auf und sind dabei selten höher als zwei Stockwerke. 

 

Die Vorstadt Triana ist seit 1852 durch eine eiserne Brücke mit der eigentlichen Stadt verbunden. Sevilla hat zahlreiche öffentliche Brunnen, welche meist durch den unter dem Namen Canos de Carmona bekannten, aus 410 Bogen bestehenden antiken Aquädukt , das von von Julius Caesar erbaut wurde, mit Wasser versorgt werden. Insgesamt gibt es mehr als 130 Kirchen in der Stadt. Zeugen der modernen Architektur sind vor allen Dingen auf dem ehemaligen Gelände der Weltausstellung von 1992 zu bewundern.

 

In zahlreichen Tapabars oder Flamencolokalen kann man das temperamentvolle Lebensgefühl der Andalusier spüren und erleben. Gilt doch Sevilla als Wiege des Flamenco-Tanzes.

 

Letzte Änderung: 04.03.2004
Medien (diese Seite): beat
Autor: beat

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