12.03.2004

Andalusiens Hauptstadt

Ein Tag in der maurischen Königsstadt

Sevilla
Sevilla, die viertgrösste Stadt Spaniens und gleichzeitig Regierungssitz des autonomen Andalusiens, ist ca. 80 Kilometer entfernt von der Costa de la Luz und in einem Tagesausflug bequem zu erreichen. Trotz der gewaltigen Hitze in den Sommermonaten herrscht hier immer reger Betrieb. Es ist empfehlenswert, die maurische Königsstadt mit ihrer Fülle an Kunstdenkmälern und schönen Flecken in den Wintermonaten zu besuchen.

 

Einen allerersten und äusserst reizvollen Eindruck der Stadt erhält man, wenn man sich mit einer buntgeschmückten Pferdekutsche durch das wunderschöne Zentrum fahren lässt. Weitaus kostengünstiger und schneller ist allerdings eine Fahrt mit einem der Touristenbusse. Diese Busse starten in regelmässigen Abständen am Torre del Oro, in dem sich das Marinemuseum der Stadt befindet. Auf der ca. eineinhalbstündigen und kommentierten Fahrt durch die verschiedenen Stadtteile gewinnt man den besten Überblick.

 

Vorbei an der prächtigen Universität - einst eine Tabakfabrik -, dem luxuriösen Hotel Alfonso XIII. und dem beliebten, in englischen Parkstil angelegten Parque de Maria Luisa stösst man auf die halbkreisförmige Plaza de España, die geziert ist von bunten Azulejos, auf denen die Wappen der Provinzen und der grossen Städte Spaniens dargestellt sind. Weiter geht die Fahrt auf die andere Seite des Guadalquivir-Flusses zum Schauplatz der Expo 1992 - heutiges Zentrum für Umweltforschung und -technologie.

 

Reales Alcázares

Nach weiteren zahlreichen und beeindruckenden Seheswürdigkeiten der Stadt kehrt man wieder an den Ausgangspunkt zurück. Von hier aus empfiehlt es sich, die Altstadt, allen voran das alte Judenviertel Santa Cruz mit seinen malerischen engen Gassen und blumengeschmückten Plätzen, das sicherlich zu den romantischsten Vierteln Sevillas zählt, zu Fuss zu durchwandern.

 

Am Rande Santa Cruz‘ befindet sich auch die beiden Höhepunkte Sevillas: das Reales Alcázares, die königliche Residenz mit ihren im maurischen Stil gestalteten Hallen und prachtvollen Kuppeln und den sich anschliessenden wunderschönen Gärten und einer der reichsten Dome der Christenheit, die Catedral de Santa Maria de la Sede mit der Giralda, dem berühmtesten Turm und Wahrzeichen Sevillas. Für diese beiden Highlights sollte man sich reichlich Zeit nehmen und nicht versäumen, einen Blick von der 97 Meter hohen Giralda über ganz Sevilla zu werfen. Im Viertel Santa Cruz, etwas abseits der Touristenbars rund um Alcázar und Kathedrale lohnt es sich auch, den Abend zu verbringen. Bei wohlschmeckenden Tapas und Rotwein lassen sich die vielfältigen und wunderbaren Eindrücke dieser Stadt zwischen Geschichte und Moderne am allerbesten noch einmal revue passieren.

 

Letzte Änderung: 12.03.2004
Medien (diese Seite): sage
Autor: sage

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