Spanien: Hochgeistiges Andalusien
Andalusien hat mehr zu bieten
Andalusien hat mehr zu bieten als Sonne und Meer. Neben der weltberühmten andalusischen Reitschule sind dies besonders die kulinarischen Spezialitäten - vom Jamôn Iberico, dem einzigartigen Schinken, bis hin zu Brandy und Sherry, den man vielerorts degustieren kann.
In den Sommermonaten herrschen im Süden Spaniens stattliche Temperaturen. 40 Grad im Schatten sind nicht ungewöhnlich, umso angenehmer ist es, aus der flirrenden Hitze der Altstadt von Jerez de Frontera in die angenehm kühlen Bodegas der Hersteller hochgeistiger Getränke förmlich einzutauchen. Spärlich sind die Lichtverhältnisse in den angeschlossenen Lagerhallen mit ihren zahlreichen Gängen, in denen die Fässer in endlos langen Reihen vierfach gestapelt sind. Die Luft ist voller Aromen, es duftet nach Holz und Früchten.
Empfehlenswert sind Besuche in den Bodegas von Osborne, Sandemann oder im etwas kleineren, aber nicht minder erfolgreichen Familienunternehmen Sanchez Romate, bekannt für seinen ausgezeichneten Brandy Cardenal Mendoza, auch El Unico genannt, ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Bevor ein Tropfen jedoch verköstigt wird, muss er mitunter einige Jahrzehnte wandern. Und zwar nach dem so genannten Solera-System, dem alle Produzenten zwischen Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa Maria und Sanlúcar de Barrameda folgen müssen.
An besonders glücklichen Tagen finden wahre Preziosen ins Probierglas, wenn der Kellermeister bei den Führungen Kostproben von 50-jährigen Brandys oder 30 Jahre alten Sherry reicht. Unvergessliche Augenblicke, und das nicht nur für Afficionados. Und am Abend in einer der unzähligen Tapas-Bars und Flamenco-Lokale lässt sich trefflich schwärmen von der Seele Spaniens, der Wehmut und der Lebenslust.
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