21.08.2002

Der Stausee im Hochgebirge von Lesotho

Wasserreservoir für Millionen

Katse Stausee in Lesotho

 

Die berühmte Königin Victoria war es, die 1870 Lesotho zum britischen Protektorat erklärte. In diesem Zusammenhang entstand in dem Land der hohen Berge - der niedrigste Punkt liegt noch immer höher als 1.400 Meter - Maseru als Sitz des Gouverneurs und damit als Hauptstadt. Der Name Maseru bezieht sich auf zwei grosse Sandsteinfelsen im Zentrum der Stadt und bedeutet soviel wie "Platz des roten Sandsteins". Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1966 ist Lesotho wieder offiziell ein Königreich.

 
Kind in Lesotho

Am Ufer des Flusses Caledon, an dem die Hauptstadt Maseru liegt, befindet sich ein schmaler Streifen der sogenannten Lowlands. Hier, wo das Land fruchtbar und das Klima weniger hart als in den Hochgebirgsregionen ist, befindet sich das Hauptsiedlungsgebiet.

 

Das kleine Land hat trotz seiner ungünstigen geografischen Voraussetzungen über zwei Millionen Einwohner von denen aber rund 100.000 als billige Wanderarbeiter in den Bergwerken Südafrikas für den kargen Lebensunterhalt ihrer Familien in der Heimat sorgen müssen.

 

Die strategische Bedeutung Lesothos für Südafrika ist seit dem Bau des riesigen Katse Staudamms in über 2.600 Meter Höhe enorm gestiegen. Der über 45 Kilometer lange Stausee in der beeindruckenden Landschaft des Hochgebirges ist nicht nur eine besondere Attraktion für alle Touristen, die auf welchem Weg auch immer, in das Königreich der Berge kommen, sondern der bedeutendste Trinkwasserspeicher für die Millionenstadt Johannesburg und die sie umschliessende Industrieregion. Letztlich also ein hochsensibles Stück Land für südafrikanische Sicherheitsinteressen.

 

Hochebene in Lesotho

Der Bau am Staudamm hat für viele Bewohner in den umliegenden Dörfern ein bescheidenes Stück Wohlstand gebracht. Nähert man sich dem Staudammgebiet, verändern sich die Dörfer. Viele haben Strom und manch moderneres Haus ist zu sehen. Wie auf jeder Grossbaustelle gab es gutes Geld zu verdienen, und das nicht nur am Staudamm direkt, sondern auch an der notwendigen Verbindungsstrasse zwischen dem Katse-Damm und Maseru, die sich heute als graues Asphaltband durchs Gebirge schlängelt.

 

Letzte Änderung: 21.08.2002
Medien (diese Seite): axel
Autor: axel

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