14.12.2000

Kuckucksuhr, Triberger Wasserfälle und Freiburger Münster

Zeitlose Wahrzeichen des Schwarzwalds

Kuckucksuhr
Ein weltbekanntes Wahrzeichen des Schwarzwaldes ist die Kuckucksuhr. In Furtwangen baute 1640 ein findiger Handwerker das erste Exemplar. Im Uhrenmuseum kann der Besucher Einblicke in die Geschichte der Zeitbestimmung aus allen Epochen und der ganzen Welt erhalten. Die weltgrösste Ausführung einer Kuckucksuhr umfasst zwei Stockwerke und steht in Triberg-Schonachbach. Allein der Kuckuck wiegt bei diesem Exemplar 150 Kilogramm.

 

Triberg verdankt seine Bekanntheit aber vorallem seinen gleichnamigen Wasserfällen, die mit einer Fallhöhe von 162 Metern Höhe zu den bekanntesten und höchsten Wasserfällen in ganz Deutschland gehören. Die Gutach, die sich aus den Bächen der Schönwalder Hochfläche formiert, stürzt sich in sieben Kaskaden, über mächtige Granitstufen in einen bewaldeten Talkessel, der sich unmittelbar in die Ortsmitte von Triberg öffnet.

 

Auf zum Teil gut ausgebauten, asphaltierten Wegen mit zwei Holzbrücken kann man die variationsreichen Abstürze erwandern. Sie sind bis 24 Uhr beleuchtet, auch im Winter teilweise begehbar und bieten, wenn sie vereist sind, einen ganz besonderen Anblick. Die Wasserfälle haben fünf Eingänge: im Stadtzentrum direkt an der B 500 am Bergsee, am Scheffelplatz, auf der Adelheid und hinter der Asklepios-Klinik.

 
Münster in Freiburg

Eines der architektonisch interessantesten Bauwerke des Schwarzwaldes steht in der Universitätsstadt Freiburg, das alles überragende Münster.

 

Die im größtenteils gotischen, aber auch romanischen Stil erbaute römisch-katholische Stadtkirche von Freiburg im Breisgau ist formell eine Kathedrale, da Freiburg seit 1827 Bischofssitz ist, wird aber aus Tradition Münster und nicht Dom genannt. Das Münster wurde im zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Auch die Glasfenster sind original erhalten, da man sie vor den Bombenangriffen aus dem Münster entfernte und sie bis nach Kriegsende sicher lagerte. Kunsthistoriker aus der ganzen Welt bezeichnen das Münster als ein architektonisches Meisterwerk der Gotik. 

 

Es wurde noch im Mittelalter, im Jahre 1513, vollendet. Deutlich zeigt sich in verschiedenen Formen ein Stilwandel, der sich über die 300-jährige Entstehungsgeschichte hinzieht. Die lange Zeit und der damit verbundene Wechsel der Baumeister wird in der nach oben hin immer gewagter und filigraner werdenden Konstruktion des 116 Meter hohen Turmes sichtbar. Nach Jacob Burckhardt kann dieser als schönster Turm der Christenheit bezeichnet werden. Im Inneren haben viele bekannte Künstler, darunter der Dürerschüler Hans Baldung Grien, Sixt von Staufen, Hans Wydyz und viele andere Hand angelegt und ein einmaliges Gesamtkunstwerk geschaffen.

 

Neben reichhaltiger Kultur und beeindruckender Natur überzeugt diese Gegend auch mit besonderen kulinarischen Köstlichkeiten. So darf sich jeder Kuchenliebhaber als kleine Stärkung für zwischendurch auf ein Stück frisches Schwarzwälderkirsch-Torte freuen. Dann klappt´s auch mit allen weiteren Aktivitäten... .

 

Letzte Änderung: 14.12.2000
Medien (diese Seite): hemi
Autor: hemi

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