20.08.2002

Deutschlands östlichste Ostsee

Auf dem kleinen Meer

Ferienidylle in Ostvorpommern

 

Gemächlich tuckert das kleine Motorboot übers Haff. Zwar ist die See ruhig, trotzdem verlangt das flache Gewässer die Aufmerksamkeit des Bootsführers. Erhard Günzel, Inhaber des Campingplatzes Kron Bellin am Südufer des Haffs kennt sich aus. Zwar hat es den Hamburger erst vor wenigen Jahren in den östlichsten Zipfel Deutschlands verschlagen, doch die regelmässigen Hafftouren mit seinen Campinggästen waren eine gute Schule. "Wichtig ist es, auf Untiefen zu achten, die in der Seekarte eingezeichnet sind. Das Haff ist zum Teil sehr flach.

 

Doch noch gefährlicher sind die Reusen der Fischer," so Erhard Günzel, während Kamminke, das Fischerdorf am Nordufer näher kommt. "Da sind oft nur kleine Bojen, die Auskunft über die Netze geben. Bei Wellengang manchmal ein wahres Suchspiel." Heute jedoch besteht diese Gefahr nicht. Die Sonne strahlt am Himmel und schon von weitem leichten die roten Signalzeichen. Kurze Zeit später legt die Milan, genau 13 Passagiere dürfen mit ihr fahren, im kleinen Hafen von Kamminke an.

 

Familienurlaub in Kamminke
In diesem Fischerdörfchen scheint die Zeit still zu stehen. Die Netze sind zum Trocknen aufgehängt. Kleine, meist reetgedeckte Häuser ducken sich an die hügelige Landschaft. Nahe am Haff haben es sich zwei Wohnmobile bequem gemacht und im Hafen duftet es nach frisch geräuchertem Fisch. Erhard Günzel bringt seine Gäste gern hierher. Die Ruhe und das typische Flair lohnen die gemütliche Fahrt übers Haff. Es ist wohl die Abgeschiedenheit des Landstrichs, die ihm bis heute eine Art touristischer Sonderstellung verschafft. Strand, Meer und Badeplätze am Haff sind ideal für Familien. Das Haff erwärmt sich schneller als die offene See, und der malerische Küstenstreifen sowie das Hinterland bietet alles das, was es auch in den bekannten Ostseebädern gibt.
 

Letzte Änderung: 20.08.2002
Medien (diese Seite): axel
Autor: axel

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