Bozen
Kunst und Kultur im Überblick
Überragt wird die Altstadt bis heute vom eindrucksvollen Dom, der sich unmittelbar am zentralen Waltherplatz befindet. Mit der Errichtung des Bauwerks wurde Ende des 13. Jahrhunderts, genauer, im Jahr 1280 begonnen, die Fertigstellung im gotischen Stil erfolgte im frühen 15. Jahrhundert. Der 65 Meter hohe Turm gilt als das Wahrzeichen der Stadt Bozen. Nur wenige Meter weiter südlich befindet sich die Dominikanerkirche mit dem anschließendem Kreuzgang und der Johanneskapelle. Diese Kirche gehört zu den frühesten gotischen Bauwerken in Südtirol.
Hervorzuheben sind insbesondere die zahlreich erhalten gebliebenen Fresken. Nahe der beiden großen Kirchen, aber etwas versteckt liegt die kleinere und jüngere (17. Jahrhundert) Kapuzinerkirche, die, äußerlich unscheinbar, hauptsächlich mit ihrem barocken Hochaltar beeindruckt. Im westlichen Teil der Altstadt liegt die Franziskanerkirche aus dem frühen 14. Jahrhundert, ebenfalls mit Kapelle und Kreuzgang versehen. Sehenswert auch hier die verschiedenen Fresken sowie der hözerne Schreinaltar (um 1500).
Wer sich noch eingehender mit der Stadtgeschichte Bozens beschäftigen will, dem sei ein Besuch des Stadtmuseums sowie des Archäologischen Museums angeraten. Ersteres bietet einen geschichtlichen Überblick, angefangen mit Zeugnissen aus prähistorischer Zeit, über Fundstücke aus römischer Zeit, Kunstwerke des Mittelalters und des Barock bis hin zu moderner Kunst. Ergänzt wird das Bild durch Trachten, Holzskulpturen und Gebrauchsgegenständen aus früherer Zeit. Auch das Archäologische Museum widmet sich der Vergangenheit, angefangen mit der Frühgeschichte bis hin zum beginnenden Mittelalter. Ein besonderes Exponat ist die rund 5300 Jahre alte Mumie aus dem Gletschereis, besser bekannt als "Ötzi".
Besonders stolz ist die Stadt Bozen jedoch auf ihr Neues Stadttheater. Am Rande der Altstadt und in der Nähe des Bahnhofes gelegen, wurde der moderne Bau in gerade vier Jahren errichtet und am 9.9.1999 feierlich eröffnet. Baulich und räumlich überzeugt das Stadttheater einmal durch sein Foyer, welches dank einer großen Glaswand nach außen hin "offen" ist, und zum anderen durch den weiten, gänzlich mit Holz verkleideten Saal des Theaters. Ob das Theater auch künstlerisch überzeugen kann, werden die kommenden Aufführungen im Neuen Stadttheater beweisen.
Urlaub wie Sie ihn planen