22.09.2003

Südafrika: Der bunte Zipfel Afrikas

Einmalige Natur in ebensolcher Landschaft

Sonnenntergang in Suedafrika


Mit seinen 1.223 Mio. km² grösser als Italien, Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland zusammen, zeigt sich Südafrika als eines der attraktivsten Länder der Welt. Die südliche Spitze des „schwarzen Kontinents“ ist alles andere als schwarz, sondern in jeder Beziehung an Verschiedenartigkeit kaum zu übertreffen. Es lässt sich nicht besser beschreiben als mit dem Slogan „Die ganze Welt in einem Land“.

 

Für Europäer, die der kalten Jahreszeit entfliehen möchten, ist Südafrika mit durchschnittlich 250 Sonnentagen und der Umkehr der Jahreszeiten gegenüber der nördlichen Hemisphäre besonders anziehend. Auch während der Wintermonate sorgt der warme Agulhas-Strom, der den östlichen Teil der insgesamt 2.900 Kilometer langen südafrikanischen Küste umspült, für angenehme Wassertemperaturen.

 

Natur in Suedafrika
Traumhafte Sandstrände im Nordosten laden ganzjährig Sonnenanbeter und Wassernixen ein. Fruchtbar, mit üppiger Vegetation zeigt sich der östliche Küstenstreifen, der mit sanft gerundeten, grünen Hügeln rasch ansteigt, bis er auf ein, wie einen Drachenrücken geformtes, Gebirge trifft. Seinen überwältigenden Höhepunkt findet es in den mit Basalt überzogenen Drakensbergen. Nicht umsonst nennt man diese Gebirge auch die Wiege der Flüsse. Viele Bäche und Flüsse haben hier ihre Quelle, wovon der überwiegende Teil in Richtung Osten fliesst. Wenngleich nicht alle das ganze Jahr über Wasser führen, so schaffen dennoch die grösseren unter ihnen den Weg zum Indischen Ozean.

 

Ebenfalls in 3.000 Meter Höhe entspringt unter anderem der längste Fluss des Landes, der Oranje River. Auf seinem 2.400 Kilometer langen Weg zum Atlantischen Ozean gräbt er tiefe Schluchten, stürzt sich auf einer Breite von 150 Metern in die Tiefe (Augrabies Fall) und hinterlässt entlang seines Verlaufes fruchtbare Gebiete. Eingebettet in „Bergketten“ (grosse Randstufe), die eine natürliche Abgrenzung zu dem relativ schmalen Küstenstreifen bilden, liegt das Hochplateau. Richtung Westen geht hier das mit Grasland vorherrschende Highveld in die steinige Halbwüste und schliesslich in die fast wasserlose Wüste über. Kaum vorstellbar ist es, dass diese karge Landschaft durch den Frühlingsregen in einen wahren Blütenteppich verwandelt wird.

 

Berglandschaft in Suedafrika
Während im Süden das Kapländische Florenreich vor Vielfalt strotzt, zeigt sich der Norden mit seinen Busch- und Baumsavannen als bevorzugter Lebensraum der Säugetiere. In riesigen Naturparks beheimatet das Land über 300 verschiedene Säugetierarten. Unter ihnen befindet sich die grösste, die höchste, die kleinste, sowie die schnellste Tierart der Welt.

 

In diesem Teil des Landes findet man die bis zu 3.000 Jahre alten Baobabs, im Volksmund Affenbrotbäume genannt, mit ihren knorrigen Kronen. Eine alte afrikanische Überlieferung sagt, dass nach der Schöpfung der Teufel über die vollkommene Fülle und Anmut des Landes so wütend wurde, dass er den Baobab ausriss und mit den Wurzeln nach oben wieder einsetzte. Neben abwechslungsreichen, z.T. atemberaubenden Landschaften, den grossen Wildreservaten und dem angenehmen Klima, bietet Südafrika eine unübertreffliche Vielfalt an Pflanzen. Unter den ca. 24.000 einheimischen Pflanzen Südafrikas sind alleine 22.600 verschiedene Blühpflanzen. Zu jeder Jahreszeit zeigen sie ihre Blütenpracht.

 

Etwa 800 Schmetterlingsarten und ungefähr 850 verschiedene Vogelarten ergänzen das Wunder der südafrikanischen Flora und Fauna mit ihren Farben. Die Palette eines Malers gäbe nicht genügend Farben her, um auch nur annähernd die Schönheit Südafrikas wiederzugeben. Es ist geradezu ein Muss, hier seinen Urlaub zu verbringen.

 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): jut
Autor: jut

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