06.03.2000

Reisetips für den Sudan

Was der Besucher beachten sollte

Kamel in Wüste
Der Tourismus im Sudan steckt noch in den Kinderschuhen: nur rund 500 Touristen im Jahr besuchen das Land zur Zeit. So wird man einerseits auf keine der vielen negativen Begleiterscheinungen des Massentourismus treffen, andererseits verlangt das Reisen im Sudan deshalb auch häufig "Pioniergeist": die Formalitäten sind verwirrend, die Behörden zahlreich und viele Beamte sprechen nur arabisch. Deshalb an dieser Stelle einige Informationen, die man in der Regel nicht in Reiseführern finden wird, die jedoch das Reisen im Sudan erheblich vereinfachen.

 

Registration und Travel Permit: Erforderlich für alle Reisenden. Beides kann nach Ankunft im Lande bei der zuständigen Sicherheitspolizei des Ortes beantragt werden. Benötigt werden hierfür zwei Lichtbilder, die Gebühr beträgt pauschal 15 US Dollar pro Person. Für das Travel Permit sind alle Zielorte im Sudan anzugeben. Ein Hinweis für diejenigen, die über Land einreisen: Es ist ratsam das Travel Permit direkt nach dem Grenzübertritt bei der örtlichen Sicherheitspolizei zu beantragen, da das Procedere in Khartum wesentlich zeitaufwendiger verläuft.

 

Das Alien Registration Office in Khartum, das neben der Bank von Saudi Arabien und in der Nähe der deutschen Botschaft liegt, ist  für beides zuständig. Das Büro ist nur vormittags bis 12.00 Uhr geöffnet. In Khartum muss man auch das Formular für die Registration zusätzlich vom Hotel abstempeln lassen. Bei Beantragung des Travel Permits ist zu berücksichtigen, das Reisen in bestimmte Orte (z.Zt. Port Sudan und Nuba Mountains), außerdem von Militär- und Sicherheitsbehörden genehmigt werden müssen. In der Regel geschieht dies jedoch innerhalb von ein bis zwei Tagen.

 

Khartum mit Nil
Photo-Permission: Diese wird zwar selten kontrolliert, jedoch ist mit der Beschlagnahme des Films zu rechnen, wenn man sie nicht vorzeigen kann. Eine allgemeine Photo-Permission ist erhältlich beim Ministerium für Umwelt und Tourismus in Khartum (Da es zwei Tourismusministerien gibt, auf die korrekte Bezeichnung achten). Hierfür ist ein Lichtbild erforderlich, eine Gebühr fällt nicht an. Zu beachten ist, dass im Sudan auch das Fotografieren von Brücken, Radio- und Fernsehsendern, Bahnhöfen sowie Bettlern und Slumvierteln verboten ist.

 

Besichtigung der historischen Stätten: Die Eintrittsgebühr für die Besichtigung der historischen Stätten ist im Voraus beim Nationalmuseum in Khartoum (Rückseite, 3. Etage) zu bezahlen. Der Eintritt kostet einheitlich jeweils 10 US Dollar. Nach Entrichtung des Betrages erhält man eine Genehmigung, die beim Besuch der Stätte vorzuzeigen ist.

 

Letzte Änderung: 06.03.2000
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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