10.03.2004

Reisetips für Lissabon

Was der Besucher beachten sollte...

Lissabon bei Nacht

 

Anreise: Das Flugzeug ist die schnellste aber auch teuerste Methode, die Distanz nach Portugal zu überbrücken. Der Flughafen liegt knapp 10km nördlich des Stadtzentrums, von dort kommt man mit öffentlichen Bussen oder Taxis ins Stadtzentrum. Zugfahrten sind nicht wesentlich preiswerter, dauern rund 1 ½ Tage und sind nicht ohne mehrmaliges Umsteigen zu bewältigen. Autofahren dauert noch länger (zwei Tage) und sollte auch in Hinblick auf Sicherheitsfragen (Diebstahl, Verkehr) gut überlegt sein. Busunternehmen fahren von verschiedenen deutschen Städten zu Zielen in Portugal und wieder zurück.

 

Unterkunft: Lissabon besitzt inzwischen ein breites Sortiment an Hotels in allen Kategorien (siehe Städtereisen in unserem Reisebüro). Dazu kommen buchstäblich Hunderte von grösseren und kleineren Pensionen. Wer keine Pauschalreise bucht, sondern seinen Urlaub selbst plant, sollte zumindest in der Hauptsaison (Juli, August) rechtzeitig reservieren.

 

Essen: Dank der Lage am Atlantik und der rund 1.500 km langen Küste bietet die portugiesische Küche eine grosse Vielfalt an Fischspezialitäten und Meeresfrüchten. Fleisch - Rind und Schwein - wird hauptsächlich gegrillt genossen. Einen besonderen Ruf geniesst die portugiesische Küche jedoch für ihre wunderbaren Nach- und Süssspeisen. Restaurants unterscheidet man nach vier Kategorien: Luxus, 1., 2. Und 3. Klasse; dies gibt im allgemeinen Auskunft über die Preise, weniger jedoch über die Qualität des Essens; die Portionen sind dafür generell reichlich; in besseren Restaurants wartet der Gast, bis er zu seinem Platz geführt wird.

 

Fortbewegung: In Lissabon mit dem eigenen Auto zu fahren, ist nicht unbedingt die beste Idee. Viel Verkehr, der für Ortsunkundige nicht immer nachzuvollziehen ist, dazu die Schwierigkeit, in der Innenstadt einen Parkplatz zu finden, lassen nach Alternativen suchen. Die U-Bahn hat bisher noch kein sehr umfangreiches Netz. Anders die öffentlichen Busse, sie sind wohl die beste Wahl in Lissabon. Ein Erlebnis sind freilich die teils uralten Strassenbahnen, insbesondere die Linie 28, die sich durch engste Gassen, über Hügel und durch Täler quält, und dabei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeikommt.

 

Sehenswürdigkeiten: Viele Ziele liegen auf der Achse zwischen Alfama im Osten und Belem im Westen längs des Tejo. Zu den bedeutendsten gehören die beiden Kirchen Sao Vicente de Fora und Santa Engracia im Osten der Stadt (nahe dem Fernbahnhof Santa Apolonia), westlich hiervon liegt auf einem Hügel das Castelo de Sao Jorge, darunter das schachbrettartige Viertel Baixa, welches nach dem grossen Erdbeben von 1755 geplant wurde, auf dem Hügel gegenüber die beeindruckende Kirchenruine der Igreja do Carmo. In Belem finden sich neben dem Archäologischen Museum und dem umfangreichen Kutschenmuseum auch das Seefahrtsmuseum und das grosse, moderne Seefahrerdenkmal.

 

Einkaufen: Viele Artikel sind in Portugal noch billiger als in Deutschland. Das betrifft u.a. Textilien, Schuhe und einheimische Keramikwaren sowie portugisischen Wein. Einkaufsviertel ist vor allem Baixa, aber auch das benachbarte Chiado, hier finden sich alle grossen Markennamen dieser Welt, aber auch kleinere Läden, Second-Hand-Geschäfte, Schnäppchen und auch schräge Szene-Läden.

 

Letzte Änderung: 10.03.2004
Medien (diese Seite): roku
Autor: roku

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