Reisetips für Bangkok
Was der Besucher beachten sollte...
Innerhalb Thailands ist Bangkok der Knotenpunkt für das Eisenbahnnetz, Auslandsverbindungen bestehen lediglich nach Kambodscha sowie Malaysia und Singapur. Die ohnehin oft ausgebuchten Züge sind nicht unbedingt die bequemste Art der Fortbewegung innerhalb Thailands. Besser, schneller und genauso preiswert kommt man mit den zahlreichen privaten und staatlichen Busunternehmen voran, die alle größeren und viele kleinere Städte und Orte anfahren. Buchungsbüros finden sich entweder an den zentralen Busbahnhöfen oder in Touristenzentren (z.B. Khao San Road in Bangkok).
Unterkunft: Bangkok verfügt über eine große Zahl von Hotels und Unterkünften aller Art. Hotels von internationalem Rang bucht man auf jeden Fall im voraus, preiswertere Hotels und Pensionen sucht man sich vor Ort, zumal die meisten ohnehin keine Reservierungen annehmen. Ein Platz findet sich für gewöhnlich auch zur touristischen Hochsaison. Für Individual- und Rucksackreisende ist in Bangkok die Khao San Road (kennt jeder Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrer) die erste Anlaufstelle. In diesem Straßenzug und den umliegenden Gassen finden sich buchstäblich hunderte kleine und größere preiswerte Hotels, zudem kleine Reiseveranstalter, Busunternehmen, und Geschäfte für wirklich alles:
Kleidung, Trekking-Ausrüstung, Schmuck, Musik, usw., außerdem eine Vielzahl von Thai- und anderen Restaurants. Mag sein, dass die Khao San Road nicht unbedingt das echte Thailand darstellt, ist sie totzdem als "Einstieg in dieses Land" zu empfehlen.
Essen: Phantastisch! Beim Essen in Thailand kann man nicht viel falsch machen - wenn man von einigen exotischeren Gerichten mal absieht. Die Thai-Küche vereinigt verschiedene Einflüsse - chinesisch, indisch, portugiesisch - und ist deshalb gerade so einmalig. Curries, scharfe Gerichte, Süss-sauer, Nudeln, Fisch, Reis und anderes mehr, dazu eine Vielzahl köstlicher Süssspeisen. Daneben gibt es in Thailand und Bangkok original chinesische, indische, arabische und auch verschiedene europäische Küchen zur Auswahl. Essen kann man an der Garküche an der Strassenecke genauso wie in Restaurants der verschiedenen Preisklassen, man wird selten enttäuscht werden.
Fortbewegung: Innerhalb Bangkoks kommt man am effektivsten mit dem vergleichsweise preiswerten Taxi voran. Öffentliche / private Busse sind oft laut, alt, unbequem und voll, dafür aber sehr billig. Es ist auch nicht ganz einfach, einen Überblick über Liniennetz und Fahrtziele der Busse zu bekommen. Die Hochbahn verbindet bisher nur wenige Ziele, ist aber mit Sicherheit am schnellsten. Zudem ist eine Fahrt mit der Hochbahn eine ganz eigene Art der Stadtbesichtigung. Von Leihwagen ist angesichts des Verkehrs in Bangkok entschieden abzuraten. Dann wären da noch die Tuk-Tuks: Dies sind dreirädrige Fahrzeuge, die vorne einem Motorrad und hinten einer Rikscha gleichen. Zwei Personen finden in dem offenen, wenn auch überdachten Sitzbereich Platz. Vorne sitzt der Fahrer auf seinem halben Motorrad. Tuk-Tuks sind laut, zugig (was bei den Temperaturen meist aber ganz angenehm ist - wenn es nicht gerade in Strömen regnet), und nicht allzu bequem. Dafür sind sie vergleichsweise schnell. Die Herausforderung für den Touristen besteht darin, den Fahrer dazu zu bringen, einen ohne Umwege, Besichtigungen oder Ladenbesuche dahin zu fahren, wo man hin will. Damit soll nicht generell von Tuk-Tuk-Fahrten abgeraten werden - wer Glück hat und den richtigen Fahrer erwischt, kann auch eine wirklich interessante und spottbillige Sight-Seeing-Tour erleben.
Sehenswürdigkeiten: Bangkok verfügt über eine schier unendliche Zahl von Sehenswürdigkeiten aller Art. Museen, Tempel, Pagoden, Paläste - alle warten darauf, entdeckt zu werden. Die bekanntesten sind das thailändische Nationalmuseum, der Große Palast der thailändischen Könige und die Tempelanlage von Wat Po. Diese drei Ziele liegen praktischerweise sehr nahe beieinander in einer Biegung des Chao Phraya Flusses. Andere Ziele, wie z.B. den Tempel Wat Arun erreicht man mit der Fähre über den Fluß, weiter entfernt liegende Ziele innerhalb der riesigen Stadt mit dem Taxi oder Tuk Tuk. Bei den meisten Sehenswürdigkeiten ist ein - meist geringer - Eintritt zu entrichten. Bei religiösen Zielen oder auch im Königspalast ist auf halbwegs angemessene Kleidung zu achten (keine bloßen Schultern / Füße).
Einkaufen: Bangkok bietet einige der größten und modernsten Kaufhäuser in ganz Südostasien. Hier finden sich neben exklusiven einheimischen Marken auch Namen aus aller Welt. Interessanter sind freilich die vielen kleinen Geschäfte überall in der Stadt. Schneider, Schmuckhändler, Andenken aller Art, dazu Bekleidung, Gebrauchsgegenstände und anderes mehr. In vielen Geschäften kann oder besser muss man handeln, um einen guten Preis zu erzielen. Die Händler erwarten dies. Ein Preis-„vorschlag“ eines Händlers sollte mit einem Gegenangebot beantwortet werden. Und so geht es dann hin und her. Liegt der Endpreis zwischen einem Drittel und der Hälfte des ursprünglichen Preises, hat man meist ein gutes Geschäft gemacht. Anderseits bringen die Händler ein Geschäft natürlich nur dann zum Abschluss, wenn es sich für sie auch lohnt. Will ein Händler mit seinem Preis also nicht weiter heruntergehen, ist dies meist gerechtfertigt.
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