11.11.2009

Unerwünschte Begleitung: Krank im Urlaub

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben - auch in gesundheitlicher Hinsicht. Besonders Fernreisen verlangen dem Körper einiges ab. Innerhalb weniger Stunden soll sich der Organismus auf ein völlig verändertes Klima und neue Essgewohnheiten umstellen. Das geht nicht immer reibungslos.

 

Wohnmobil-Urlaub

 

Jeden dritten Urlauber erwischt es: Montezumas Rache. Besonders in heißen Ländern sind Touristen davon betroffen. Auslöser sind meist Bakterien und Viren in Lebensmitteln oder im Trinkwasser. "Koche es, schäle es oder vergiss es" heißt in solchen Gegenden die oberste Regel. Englisches Steak also ade: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse immer gut durchgebraten oder gegart genießen. Nur dadurch werden die gefährlichen Erreger unschädlich gemacht.

 

Für Obst und Gemüse vom Buffet oder Wochenmarkt gilt: Vor dem Verzehr die Schale entfernen und Früchte, die bereits aufgeschnitten sind, auf gar keinen Fall essen. Ebenfalls tabu: Salat. Denn er ist möglicherweise mit verunreinigtem Wasser gewaschen worden. Auch Speiseeis und Nahrungsmittel, die rohe Eier, Majonäse oder unpasteurisierte Milch enthalten, unbedingt meiden. Selbst wenn die einheimische Bevölkerung hemmungslos zuschlägt, sollte man sich davon nicht verführen lassen. Die Menschen vor Ort sind mit den Erregern aufgewachsen und längst immun.

 

Vorsicht beim Trinkwasser: Auf Leitungswasser verzichten, stattdessen Mineralwasser oder abgekochtes Wasser benutzen - auch beim Zähneputzen. Wenn im Straßenrestaurant bereits geöffnete Flaschen serviert werden, unbedingt zurückgehen lassen und auf original versiegelten Flaschen bestehen. Und wenn es bei der Hitze auch noch so schwer fällt: Wann immer ein Getränk mit Eiswürfeln serviert wird, heißt es höflich abzulehnen.

 

Bei Erwachsenen dauert so ein Durchfall meist ein bis zwei Tage. In dieser Zeit sollte man mindestens drei Liter Mineralwasser täglich trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die Symptome klingen dann schnell wieder von selbst ab, so dass eine Behandlung mit Medikamenten nicht notwendig ist. Leicht verdauliche Kost wie Bananen, Reis, Zwieback oder Weißbrot sind für den Körper eine Wohltat, da sie ihn nicht noch zusätzlich belasten. Wenn der Durchfall aber länger anhält oder von hohem Fieber oder Blut im Stuhl begleitet wird, ist ein Arztbesuch dringend angeraten.

 

Manche Menschen reagieren auf die ungewohnte Umgebung eher mit dem Gegenteil: Sie können nicht aufs Klo. Dann heißt es trinken, trinken, trinken - am besten schon vor dem Frühstück ein Glas Wasser. Zusätzlich kurbeln eingeweichte Trockenpflaumen oder -feigen die Darmtätigkeit an. Überhaupt kann man dann nicht genug Obst und Gemüse essen. Idealerweise kommt noch ausreichend Bewegung hinzu, zwischen zwei Strandtagen also mal eine kleine Wanderung einlegen.

 

Letzte Änderung: 11.11.2009
Medien (diese Seite): isma
Autor: isma

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