Tropenurlaub: So bleibt man fit
Ein paar Vorsichtsmaßnahmen reichen in der Regel
Urlaubszeit, die schönste Zeit im Jahr. Man hat darauf gespart, sich darauf gefreut und dann das: Ein gemeiner Durchfall fesselt ans Bett und vor allem an die Toilette. Jeder dritte Tropenreise ist davon betroffen. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen reichen in der Regel jedoch aus, um diesem Schicksal zu entkommen.
Wenn der Magen irritiert ist
Auch wenn die Anzahl ausländischer Restaurants stets zunimmt: Unser Magen ist an mitteleuropäische Nahrung gewöhnt. Denn auch das, was beim Thailänder, Koreaner oder Vietnamesen serviert wird, ist längst dem europäischen Geschmack angepasst. Das merkt man dann, wenn man in fernen Ländern die einheimische Küche testet: Eine völlig andere, exotische Geschmackswelt tut sich auf. So lecker diese ist, so ungewohnt ist sie für den Magen. Nicht selten reagiert er darauf mit einer leichten Reizung und möchte sich so schnell wie möglich von der fremden Kost trennen.
Impfen reicht nicht aus
Nicht jeder Durchfall wird also durch eine verdorbene Speise hervor gerufen. Andererseits kann man Nahrungsmitteln nicht unbedingt ansehen, ob sie gesundheitlich unbedenklich sind. Vorsicht ist daher angebracht, denn außer Durchfall drohen in vielen Ländern Infektionen wie Typhus, Hepatitis A, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und verschiedene Parasitenerkrankungen. Gegen einige dieser Infektionen stehen auch Schutzimpfungen zur Verfügung. Dennoch ist in jedem Fall ein wenig Vorsicht angesagt. Denn Impfungen sind eine wichtige Ergänzung, aber kein Freifahrtschein für jegliches Verhalten.
Was man bedenkenlos essen und trinken kann
Bei hohen Temperaturen muss man viel trinken, mindestens zwei bis vier Liter pro Tag sollten es sein. Aber Vorsicht: In tropischen und subtropischen Ländern ist Leitungswasser nicht zum Trinken geeignet und sollte nicht mal zum Zähneputzen benutzt werden. Allerdings kann man alle Keime abtöten, wenn man es mindestens eine Minute lang abkocht. Ansonsten sollte man nur Wasser aus noch verschlossenen Flaschen zu sich nehmen, alle offenen Getränke jedoch unbedingt meiden. Das gilt auch für Eiswürfel und Speiseeis oder pasteurisierte Milch. Fleisch und Fisch kann man bedenkenlos genießen, solange beides gut durchgebraten ist. Vorsicht ist auch bei Obst und Gemüse angebracht, das bereits geschält oder angerichtet wurde, denn es könnte mit unsauberem Wasser gereinigt worden sein. Deshalb Obst und Gemüse immer selbst schälen.
Was tun bei Durchfall?
Hat der Durchfall aber bereits zugeschlagen, lautet die wichtigste Maßnahme: Für Ersatz der verloren gegangenen Flüssigkeit und Mineralstoffe sorgen. Deshalb gehört in jede Reiseapotheke unbedingt ein Mittel zu "oralen Rehydratation", das sogenannte ORS-Pulver. Ist kein ORS-Pulver zur Hand, kann man sich zur Not auch mit einer eigenen Mischung behelfen. Dazu einen Liter sauberes Trinkwasser oder dünnen schwarzen Tee mit einem halben Teelöffel Kochsalz und zwei gehäuften Esslöffel Zucker vermischen. Davon möglichst schnell größere Mengen trinken, am besten mehrere Liter am Tag. Zusätzlich sinnvoll: Bananen essen wegen des hohen Kaliumgehalts. Hält die Erkrankung über mehrere Tage an oder ist sie mit Fieber über 38 Grad verbunden, sollte am Urlaubsort ein Arzt aufgesucht werden. Sind kleinere Kinder oder Säuglinge betroffen, ist das auf jeden Fall ratsam, weil gegebenenfalls Infusionen erforderlich sind, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Urlaub wie Sie ihn planen