Prager Judenviertel, Karlsbrücke und Kleinseite
Eine haltbare Verbindung von Zeitzeugen
Sie ist die älteste Verbindung zwischen Altstadt und der auf der anderen Seite der Moldau liegenden "Kleinseite", deren Mittelpunkt die Prager Burg bildet. Die Brücke wurde im Jahre 1357 von Karl IV. in Auftrag gegeben. Vorbild war die Engelsbrücke in Rom. Sie ist 520 m lang und ruht auf 16 Pfeilern. Man betritt die Brücke auf der Altstädter Seite durch den Altstädter Brückenturm, der als einer der schönsten gotischen Türme Mitteleuropas gilt. Rechts und links auf dem Brückensims stehen 31 meist barocke Statuen, die von 1683 bis 1714 errichtet wurden. Eine Statue zeigt den heiligen Nepumuk, der als "Brückenheiliger" der katholischen Kirche Europas gilt.
Auf der anderen Seite mündet die Brücke in die Kleinseitner Brückentürme. Der niedrigere Turm stammt noch aus dem 12. Jahrhundert und gehörte zu der ehemaligen Judithbrücke. Der höhere Turm wurde 1464 dazu gebaut und mit einem Torbogen mit dem niedrigeren Turm verbunden.
Geht man weiter, so kommt man in das Kleinseitner Stadtviertel mit seinen teilweise herrschaftlichen Häusern, Kirchen und Palästen. Die Prager Kleinseite - Malá Strana - mit dem Kleinseitner Ring bildete von 1275 bi 1784 eine rechtlich eigenständige Stadt unterhalb der Prager Burg mit einem von der Prager Altstadt deutlich abweichenden Charakter. Nach zwei verheerenden Bränden wurde sie die Stadt der Reichen und des Adels, wovon die prunkvollen Paläste und Kirchen bis heute zeugen.
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