15.11.2000

Vor den Toren Cuscos

Geheimnisvoll bis in die Gegenwart

Sacsayhuaman die bekannte Ruinenanlage in Peru

 

Lässt man die alte Inka-Metropole Cusco hinter sich, bleibt die Geschichte der Ureinwohner der Anden links und rechts des Weges gegenwärtig. Schon wenige Kilometer hinter Cusco liegt mit Sacsayhuaman die bekannteste Ruinenanlage der Umgebung. Hier entstand vor Hunderten von Jahren ein Meisterwerk der Steinmetzkunst. Rund 300 Meter lange Zickzack-Mauern aus riesigen Felsbrocken, von denen die grössten über 1000 Tonnen wiegen, sind millimetergenau aufeinandergefügt. Umfangreiche Ausgrabungen lassen die einstige Grösse der Festung erahnen. Von den ursprünglichen 21 Bastionen sind einige noch vorhanden. Jede soll rund 1000 Krieger beherbergt haben.

 

So wie die Mauern noch recht gut erhalten sind, wurden die Gebäude im Laufe der Jahrhunderte fast komplett zerstört. Die Spanier nutzen die Festung als idealen Steinbruch und vermauerten die Steine des Komplexes in ihre Häuser in Cusco. Doch bevor die Festung dem Verfall und der Plünderung preisgegeben wurde, war sie im Jahre 1536 Schauplatz eines der grössten Indianer Aufstände gegen die spanischen Eroberer.

 

Peruanerin  mit Kind beim Stricken

Über 10 Monate lange wurde Cusco belagert. Doch letztlich setzte sich die waffentechnische Überlegenheit der Spanier durch. Sie eroberten Sacsayhuaman und brachten ganz Peru unter ihre Kontrolle. Historiker sind nach Erforschung der Ruinen der Ansicht, dass es Zehntausende Arbeiter gewesen sein müssen, die im Verlauf von 70 Jahren das Befestigungswerk und die Häuser der Festung errichteten.

 

Interessant ist, dass die Spanier gerade den Inka-Thron, einen in Stein gemeißelten Sitz, ungeschoren ließen. Besuche in Quenko, einem der Pacha Mama (Mutter Erde) geweihten Inka-Heiligtum, in Tambo Machay, einem Platz ritueller Waschungen der Inka-Herrscher und ihrer Frauen sowie in Puca Pucara komplettieren den Exkurs in Inka-Geschichte. Eine ideale Einstimmung auf Machu Picchu.

 

Letzte Änderung: 15.11.2000
Medien (diese Seite): axel
Autor: axel

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