16.11.2000

Kostbares Cusco - Stadt der Schätze

Im Zentrum der Inkas

La Compania an der Plaza de Armas in Cusco

 

Über Cusco liegt der Schleier der Inka-Kultur, mehr als in Lima, der Stadt der spanischen Eroberer. Es gibt wohl kaum eine andere Stadt in Südamerika, in der sich die Geschichte so in der Architektur widerspiegelt wie dort. Als die Konquistadoren um Francisco Pizarro am 14. November 1533 die Inkametropole erreichten, war deren Zeit als Hauptstadt schon abgelaufen. Seit der Regentschaft von Inka Huayna Capac residierten die Herrscher in Tomebambna, das im heutigen Ecuador liegt.

 
Bettler in Peru
Der Reichtum und die Hochkultur Cuscos waren beeindruckend und überwältigend. Im Gegensatz zu den heutigen Besuchern interessierten sich die Spanier natürlich weniger für die kulturellen Errungenschaften der Inkas, sondern für ihren schier unermesslichen Reichtum an Gold und Silber. Bis in die Gegenwart berichten mündliche Überlieferungen, wie "gründlich" die Eroberer vorgingen. All die Goldschätze wurden geraubt, die Heiligtümer und Paläste geschliffen. Auf den Grundmauern errichteten die Kolonialherren ihre Prunkbauten und natürlich die katholische Kirche ihre Gotteshäuser. Die Touristen erwartet in Cusco ein Konglomerat von lebendigen Überresten beider Kulturen.

 

Für die Indios hat Cusco natürlich einen ganz besonderen Stellenwert, befindet sich doch hier der Ausgangspunkt ihrer Kultur. Der alten Legende nach wurde die rund 3.400 Meter über dem Meeresspiegel liegende Stadt im 12. Jahrhundert von Manco Capac und seiner Schwestergemahlin Mama Ocllo gegründet, die der allmächtige Sonnengott Inti auf die Erde gesandt hatte, um die Welt in seinem Sinne zu verbessern. Auf deren Spuren zieht es Touristen aus aller Welt ins Hochland der Anden. Gold und Silber findet man heute nur noch in Juweliergeschäften, die Überreste der Inka-Hochkultur dagegen trifft man in und um Cusco auf Schritt und Tritt.

 

Letzte Änderung: 16.11.2000
Medien (diese Seite): axel
Autor: axel

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