14.07.2005

Ursprünglicher Osten

Auf den Spuren der Karawanen

Berglandschaft in der Osttürkei
Der erste Blick aus dem Flugzeug auf die kahle, unwirtliche Hochebene erzeugt ein beklemmendes Gefühl. Mitten aus dem Nichts taucht sie auf "Erzurum, die alte Karawanenstadt" düster und einsam, umschlossen von den über 3000 Meter hohen Palandöken-Bergen, Quellgebiet des Euphrat. Der Alltag ist geprägt vom tief verwurzelten islamischen Glauben. Noch vor 100 Jahren war die Stadt ein wichtiger Punkt der Karawanenstrasse nach Persien, durch die bis zu 40 000 Kamele jährlich zogen.

 

Weiter Richtung Ani ist der nächste Stopp Kars. Dort bekommt man die notwendige Besuchserlaubnis für Ani, einstige Hauptstadt des armenischen Bagratiden-Reiches, die direkt an der türkisch-armenischen Grenze gelegen ist. Trotz zahlreicher Erdbeben sind viele Sakralbauten noch nahezu intakt. Dies ist vorallem dem Prinzip der armenischen Baukunst zu verdanken: Gussmauerwerk, innen und aussen mit Steinquadern verkleidet. 

 
Berglandschaft in der Osttürkei

Die nördliche Route zurück nach Erzurum führt über Göle und Tortum, eine Fahrt, die durch eine überwältigende, wilde Berglandschaft führt. Abseits der Wege liegen gut erhaltene, georgische Kirchen. Das Dorf Yusufeli eignet sich gut zur Übernachtung und gibt Gelegenheit für einen kleinen Abstecher zu der einsam gelegenen Basilika Dört Kilise aus dem 10. Jahrhundert.

 

Nach dieser mehrtägigen Tour sind unvergessliche Eindrücke und Einblicke mit im Reisegepäck, eines vom Tourismus nahezu unerschlossenen Gebietes.

 

Letzte Änderung: 14.07.2005
Medien (diese Seite): hemi
Autor: hemi

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