Entlegene Gebiete in der östlichen Türkei
Fürstliches Vergnügen am Fuße des Ararat
Zwanzig Dreitausender um den See schaffen ein imposantes Bild. Am Ostufer liegt die Provinzhauptstadt Van. Die Architektur ist hier, wie in ganz Ostanatolien, vom mesopotamischen Einfluss geprägt: Häuser aus luftgetrockneten Lehmziegeln mit binsengedeckten Flachdächern bestimmen das Strassenbild. Van ist eine geschäftige Handelsstadt. Teppich - Kauf? Hier sind Sie richtig. Mit etwas Glück finden Sie seltene Stücke zu günstigen Preisen - aber nicht vergessen - Feilschen ist ein Muss. Von Van erreicht man in gut 4 Stunden Dogubayazit. Diese aufgeweckte Grenzstadt lebt zu einem guten Teil vom Schmuggel.
Der Ort ist der Ausgangspunkt für die Besteigung des Ararat, der mit seinen 5137Meter der höchste Berg der Türkei ist. Eine behördliche Genehmigung ist allerdings erforderlich. Östlich von Dogubayazit , auf 2200 Meter Höhe thront das orientalische Lustschloss Ishak Pasa Sarayi. Die ausgedehnte Palastanlage vereinigt seldschukische, georgische, armenische und osmanische Stilelemente. Ein Felsenrelief in der Nähe, der Urartäer aus dem 9.- 6. Jh. v. Chr., ist ältestes Zeugnis der Besiedelung dieser Gegend. Vom Schlossplateau bietet sich ein herrlicher Blick auf die weiten Ebenen am Ararat.
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