22.09.2003

Disneys Animal Kingdom in Florida

Klein-Afrika in den USA

Disneys Animal Kingdom in Florida
Dieser Disney Park, der bereits im Mai 1998 seine Pforten öffnete, ist eine gelungene Mischung aus herkömmlichem Tierpark und „normalem“ Vergnügungspark. Animal Kingdom öffnet seine Pforten bereits um 8.00 Uhr morgens, in den Sommermonaten sogar schon um 7.00 Uhr. Das sollte man gnadenlos ausnutzen und früh aufstehen, denn wer hier zu spät kommt, muss sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen! Direkt am Parkeingang geht man durch einen Mini-Regenwald, bei dem man schon einige kleinere Tiere beobachten kann. Im Park verteilt sind verschiedene Dörfer aus aller Herren Länder nachgebaut, von Mexiko über Afrika oder auch China, natürlich mit den dazugehörigen Andenkenbuden. Zu sehen und entdecken gibt es hier, wie in allen Disney-Parks, reichlich.

 

Zuallererst sollte man den Park bis zum Ende durchqueren und an der Safari-Tour teilnehmen. Um zum Eingang zu kommen, geht man durch das naturgetreu nachgebaute afrikanische Dorf. Während der Wartezeit - ganz ohne geht es auch hier nicht - wird man 'in Bewegung gehalten' und von einer Info-Ecke mit Fernsehern in die nächste geleitet.

 
Disneys Animal Kingdom in Florida
Dann geht es los: Einstieg in die auf alt getrimmten Safaribusse. Strassen gibt es nicht, vielmehr handelt es sich um aneinandergereihte Schlaglöcher. Die Fahrt dauert dann etwa 20 Minuten, der Fahrer macht einige Jokes und es wird kurz dramatisch: “Wilderer” greifen an - ganz nebenbei sind viele Tiere zu sehen - von Elefanten über Nashörner, Strausse, Nilpferde, Giraffen und Löwen. Damit man auch weiss, was man gerade sieht, befindet sich direkt vor einem auf der Rückseite der vorderen Bank eine Tafel mit Bildern und Namen aller Tiere. Es sind nahezu alle wichtigen Tierarten Afrikas in diesem Park vertreten und so geschickt über das grosse Parkareal verteilt, dass dem Touristen kaum auffällt,  dass die Tiere in getrennten Bereichen leben. Dies wurde nicht durch sichtbare Zäune erreicht, sondern mit Gräben, Felsen, Bäumen und Sträuchern so gut gelöst, dass man meint, jederzeit könne der Löwe das nebenan grasende Zebra angreifen. Das dürfte allerdings im Normalfall nicht passiern, befinden wir uns ja in der Disney-Welt!

 

Beim Maharadjah Jungle Trek kann man dann noch einmal diverse Tiere beobachten, diesmal aber zu Fuss. Man muss nur einem ausgeschilderten Rundgang folgen, der angenehm im Schatten der vielen Bäume liegt. Apropos Schatten - mit Klimaanlagen sollte der Besucher hier nicht rechnen. Deshalb ist es ratsam, diesen Park schon ganz früh morgens zu besuchen, damit man auch möglichst viele Tiere sehen kann. 

 

Disneys Animal Kingdom in Florida

 

Denn die verziehen sich um die Mittagszeit auch in den Schatten. Pflichtprogramm für diesen Park ist der “Tree of Life”, das 14 Stockwerk hohe Wahrzeichen von Animal Kingdom, das einem schon von weitem ins Auge fällt. In seinem 15 Meter breitem Stamm sind unzählige Tiersilhouetten eingeschnitzt (wenn man denn bei Beton von schnitzen reden kann!). Drinnen ist ein 3-D-Kino untergebracht mit dem Film “It´s tough to be a bug”, der sich anzuschauen lohnt. Tolle Effekte! Im Camp Mickey und Minnie können Fotos mit verschiedenen Charakteren (von Mickey über Minnie oder auch Winnie the Puuh und Tigger) geschossen werden. Sicherlich mehr was für die ganz Kleinen, wie auch die Pocahontas-Show gleich nebenan, mit handzahmen Tieren und viel Musik. Da ist das Festival of the Lion King schon ein anderes Show-Kaliber! Mitreissende Rhythmen und fantastische Akrobatik unter einem grossen Zelt, da fällt es einem schwer, still zu sitzen. Absolut toll, sollte man nicht verpassen!

 

Das Dinoland ist für die Kids ein grosser Spass. Sie können im Boneyard gigantische Fossilien ausgraben oder auf dem grossen Playground im Schatten spielen. Die Fahrattraktion Journey to Extension ist sehr holprig und für jüngere Kinder auf gar keinen Fall zu empfehlen, die aber auch sowieso nicht durch die Grössenkontrolle von 46 inch - ca. 1,18 m - kommen.

 

Direkt am Eingang des Parks liegt linker Hand das Rainforest-Cafe. Auch wenn man vielleicht nichts verköstigen möchte - unbedingt mal reinsehen - das Ambiente ist einfach klasse. Alles in allem wieder ein toller, interessanter Park nach altbekannter Disney-Manier. Wer Tiere sehen will, sollte früh aufstehen. Ausserdem unbedingt etwas zu Trinken mitnehmen, denn hier ist so gut wie nichts klimatisiert und dementsprechend stark kann man ins Schwitzen geraten. Dadurch ist dies auch der anstrengendste Disney-Park, da man sich kaum abkühlen kann. Trotzdem nicht versäumen!

 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): mare
Autor: mare

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