16.10.2003

Erlebniswelt am Starnberger See

Roseninsel und Buchheim-Museum

Starnbergersee mit Alpenpanorama
Eine Insel mit Rosen, ein Museum mit moderner Kunst und immer wieder neue, kulturelle Höhepunkte machen den Starnberger See so lebendig: Auf der Roseninsel ist wieder eine weiss-blaue Glassäule mit vergoldetem Kapitell zu bewundern, die über mehere Jahre hinweg restauriert wurde. Preussenkönig Friedrich Wilhelm IV. schenkte sie einst seiner Cousine Marie, Gattin des bayerischen Königs Maximilian II., für die Roseninsel im Starnberger See. Mitten im duftenden Rosengarten hat sie -  für die Sommermonate -  ihren Platz eingenommen. Die Insel, auf der sich übrigens auch König Ludwig II. mit Elisabeth, der späteren Kaiserin "Sissi", zu legendenumwobenen Rendezvous traf, ist 1998 endgültig aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und wird seither wiederhergestellt. Mit einer Elektromotorfähre - überdacht und behindertengerecht ausgestattet - kann von Anfang Mai bis Mitte Oktober vom Feldafinger Ufer-Rondell aus auf das bayerische Eiland übergesetzt werden. 

 

Das «Museum der Phantasie» von Lothar-Günther Buchheim am Starnberger See ist immer ein Besuch wert. Der bekannte Autor («Das Boot») und Kunstsammler hat weltberühmte Bilder des deutschen Expressionismus zusammengetragen. Den Grundstock seiner Sammlung hat Buchheim in den 50er Jahren gelegt. Der Bogen spannt sich von "Brücke" - Malern (Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluf, Emil Nolde u.a.) über Werke von Max Beckmann, Lovis Corinth oder Christian Rohlfs bis zu Gesellschaftssatiren von Otto Dix oder George Grosz.

 

Die Bilder werden nun in einer sehr persönlich geprägten Ausstellung präsentiert - im «Museum der Phantasie»: In Bernried am Starnberger See am Rande des Parks von Schloss Höhenried hat Architekt Günter Behnisch einen Bau geschaffen, dessen klare Linien ihn harmonisch in die hügelige Landschaft mit dem Alpenpanorama einfügen. Eine bis in den Schilfgürtel des Starnberger Sees hinausragende «Brücke» wird ein Anziehungspunkt für die Besucher werden. Die weltberühmte Expressionistensammlung bildet nur den Kern der Sammlung. Um die Expressionisten gruppieren sich zahlreiche "Nebensammlungen" mit Kunsthandwerk aus aller Welt, aber auch Karusselltieren, Asiatica, afrikanischer Kunst und vielem anderen mehr. Buchheims Museumskonzept vereint ganz bewusst "hohe" und "niedere" Kunst unter einem Dach. Das Besondere ist ein ständiger Wechsel der Exponate. Dazu kommen Sonderausstellungen und Veranstaltungsreihen mit Workshops für Erwachsene und Kinder, Vorträge, Konzerte, Lesungen und vieles andere mehr.

 

Lothar-Günther Buchheim (geb. 6. Februar 1918 in Weimar, gest. 22.Februar 2007 in Starnberg), Sammler und Gründer des "Buchheim Museums der Phantasie" in Bernried, war auch als Maler, Fotograf, Verleger, Kunstbuch- und Romanautor und Filmemacher tätig. Nach seinem Tod im Februar diesen Jahres wurden die Ausstellungspläne des Museums geändert. Ab 22. April 2007 wird daher die Ausstellung "Lothar-Günther Buchheim. Ein Lebens Lauf". gezeigt.

 

Infos unter folgender Adresse: Museum der Phantasie, Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried am Starnberger See,  Telefon: 08158 - 99 70 20.

 

Letzte Änderung: 16.10.2003
Medien (diese Seite): anwi
Autor: anwi

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