22.09.2003

Rund um Famagusta

Uralte Kulturstätten (Republik Nordzypern)

Ruinen von Salamis
Bei Famagusta liegt die Ruinenstätte von Salamis, eine antike Stadt auf fünf Quadratkilometern. Das meiste davon befindet sich noch im Boden. Zweitausend Jahre war sie Handelsplatz und Kulturzentrum, mit grossem Hafen. Erdbeben und Flutkatastrophen, aber auch arabische Eroberer zerstörten den Ort. Heutige Besucher stapfen zwischen halb aufgerichteten Säulen umher, bestaunen Mosaikreste und kopflose Marmorfiguren.

 

Das römische Amphitheater war eines der grössten im Mittelmeerraum - im Sommer dient es wieder für Theateraufführungen, zum Beispiel Shakepeares Othello (das Drama spielt in Famagusta). Auf dem Weg zur Stadt unbedingt ansehen: Das byzantinische Kloster des heiligen Barnabas und des Apostels Andreas, mit einem prachtvollen Ikonenmuseum. Zum Tee im Innenhof gibt es Limonen, bei Bedarf pflückt der aufmerksame Wirt sie im Garten des Kreuzgangs. Famagusta, türkisch Magosa, ist geprägt von vielen Kulturen. 365 Kirchen aller Religionen sollen im Mittelalter existiert haben.

 

Immer noch eindrucksvoll: Die Nikolaus-Kathedrale, reinste französische Gotik. Erbe der Venezianer: Ein geflügelter Markuslöwe bewacht die Kirchentüren. Jetzt dient das Gotteshaus als Moschee, ein Minarett signalisiert es. Einen Besuch lohnt die Seefestung mit "Othelloturm".

 

Am Strand von Famagusta

Nicht mehr Desdemona, sondern fröhliche selbstbewusste junge Frauen prägen das Stadtbild, Studenten und Studentinnen, die sich in Cafés mit Freunden zum Backgammon treffen.  Die "Golden Sands", die breiten, weissen Sandstrände von Famagusta, sind seit der Teilung der Insel fast verwaist. Gäste geniessen leere Strände und herrliches Wasser, müssen aber den Blick auf verlassene Hotelhochhäuser, heute eine Militärzone, tolerieren.

 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): anwi
Autor: anwi

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