Mit Rad und Kajak am Niederrhein
Idylle entdeckt
Der Niederrhein erstreckt sich von Uebach-Palenberg ganz im Süden bis hoch in den Norden nach Emmerich am Rhein. In seiner westlichen Ausdehnung bildet die Maas eine natürliche Grenze. Im Osten dehnt sich die Region über den Rhein hinweg bis nach Duisburg, Dinslaken und Schermbeck aus. Auf die Frage nach dem beliebtesten Fortbewegungsmittel hat jeder Niederrheiner eine klare Antwort parat: das Fahrrad, hier zumeist liebevoll "Fiets" genannt, in Anlehnung an die niederländische Nachbarschaft.
Wachtendonk liegt im Herzen des Niederrheins zwischen der niederländischen Stadt Venlo und Moers. Die südlichste Gemeinde im Kreis Kleve hat ihren mittelalterlichen Charme bewahrt. Das beschauliche Städtchen bildet nicht nur einen hervorragenden Ausgangspunkt für Radtouren,
sondern lädt auch zu einem Rundgang durch den historischen Ortskern ein, der vom Flüsschen Niers umflossen wird. Kleine Brücken überspannen die Niers, die über rund 110 Kilometer die niederrheinische Landschaft nachhaltig prägt.
Von Wachtendonk führen unzählige Fahrrad-Wanderwege in alle Himmelsrichtungen. Entlang der "Herrensitz-Route" lockt südlich der Naturpark Mass-Schwalm-Nette mit den Krickenbecker S"Blumen- und Gemüsestadt" Straelen, über dieselbe Route erreichbar, einen Besuch wert. Hier kommen jährlich 370 Millionen Blumen und 50.000 Tonnen Gemüse zur Versteigerung. Für eine Rast bietet sich der hübsche Marktplatz mit diversen Cafés an. Von hier ist es nur ein Katzensprung zur "Grünen Grenze". Im niederländischen Dörfchen Schandeloo bekommen Hase und Igel beim "Gute-Nacht-Sagen" Konkurrenz von einem Rudel Kängurus, das friedlich auf einer Weide am Straßenrand grast.
Weiter entlang der "Herrensitz-Route" ist die an der Maas gelegene Grenzstadt Venlo einen Abstecher wert. Der Besuch lohnt sich besonders für Pflanzen- und Käsefreunde, die hier voll auf ihre Kosten kommen. Zurück in Wachtendonk sei die Einkehr in das hervorragende Restaurant "Flachshaus" empfohlen. Die Küchenchefin zaubert aus ökologischen Erzeugnissen äußerst schmackhafte Speisen, die auch den größten Vollwertmuffel restlos überzeugen dürften. Zu köstlichen Lammbällchen in Thymiansoße an Blechkartoffeln und feinem Gemüse kann der Gast unter rund 30 ausgezeichneten Bioweinen wählen. Zum Restaurant gehört auch das Bio-Hotel "Flachshaus" mit seinen elf hübschen Zimmern und insgesamt 20 Betten. Zu Abschluss eines richtig gelungenen Niederrheinbesuchs gibt es dann eigentlich nur noch ein Muss: die Kajakfahrt auf der Niers. Durch ihre geringe Tiefe und eine Breite von lediglich sechs bis acht Metern, ist die Niers auch für ungeübte Kanuten leicht zu befahren. Von Grefrath-Oedt nach Wachtendonk lässt es sich beispielsweise bequem in zwei Stunden die Niers herabpaddeln. Der Bootsverleih organisiert derweil den Transport der Räder an den Zielpunkt.
Informationen:
Informations- und Bildungszentrum Haus Püllen, Feldstr. 35, 47669 Wachtendonk, Telefon: 0 28 36/91 99 00, Fax: 02836/91 99 01
www.hotel-flachshaus.de, E-mail:
hotel-flachshaus [at] t-online.de