07.01.2003

Im Delta des Okavango-Flusses

Ein Naturparadies inmitten der Kalahari

Delta des Okavango-Flusses
Von Maun, der letzten großen Stadt im Nordwesten Botswanas geht die Fahrt am Okavango-Delta entlang 400 Kilometer nach Shakawe, an der Grenze zu Namibia. Hier, am Zufluss des Deltas, dem "Okavango Panhandle", wie die Batswana die Region nennen, fließt der Strom noch ungeteilt, einen grünen, fruchtbaren Gürtel durch die trockene, sandige Landschaft der Kalahari ziehend.

 

Das kleine Städtchen Shakawe hat kosmopoliten Charakter: Die nur 10.000 Einwohner gehören sieben unterschiedlichen Volksgruppen an und sprechen sieben verschiedene Sprachen. Mbukushu, Yei, Tswana, Herero, San, angolanische Flüchtlinge und nicht zuletzt Europäer leben hier friedlich beisammen.

 

100 Kilometer weiter südlich teilt sich der Okavango aufgrund des schwächer werdenden Gefälles im Okavango-Becken in zahllose schilfbewachsene Kanäle auf. Hier, wo der Okavango auf den sandigen, durstigen Boden der Kalahari trifft, verliert sich der mächtige Strom in einem 15.000 km² großen Binnendelta - einem einzigartigen Labyrinth aus Lagunen, Inseln und Kanälen, Lebensraum für unzählige Tier- und Vogelarten. Im Herzen dieses Deltas liegt der Moremi Nationalpark, 1963 gegründet auf Initiative der Witwe Moremis III., dem verstorbenen Häuptling des hier ansässigen Batawana Stammes.

 
Delta des Okavango-Flusses
Moremi zählt zu den schönsten Nationalparks im südlichen Afrika, wohl auch, weil er im Vergleich mit anderen Parks naturbelassen und relativ wenig erschlossen ist. Hier findet der Besucher Natur pur: Elefanten nehmen ihren Weg durch die offenen Camps, Affen suchen nach Eßbarem und manch einer fand am Morgen sogar schon einen Löwen unter seinem Auto liegen.
 

Letzte Änderung: 07.01.2003
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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