10.07.2000

Der Sossusvlei-Nationalpark

Das Sandmeer der Zentralnamib

Sanddüne im Sossusvlei-Nationalpark
Es ist ein wahrhaft majestätischer Anblick: Im rotgoldenen Licht der noch frühen Morgensonne zeichnen sich die mächtigen Dünenriesen scharf gegen ihre Schatten ab. Der Himmel hat noch jenes tiefe Blau, das nur den ersten Minuten zwischen Tag und Nacht vorbehalten ist. Ganz allmählich erst wird es heller. "Sunrise over Sossusvlei", ein Spiel aus Licht und Schatten. Und Sand - soweit das Auge reicht. Das Sandmeer der Zentralnamib erstreckt sich über 300 Kilometer entlang der Küste Namibias und von dieser weitere 140 Kilometer ins Landesinnere. Dabei ändert sich die Farbe des Sandes von hellem Gelbbraun im Westen bis zu einem tiefen Orangerot im Osten. Im Herzen dieses Sandmeeres liegt der Sossusvlei Nationalpark. 
 

Sossusvlei selbst ist eine grosse Lehmpfanne, die nach starken Regenfällen häufig bis zu achtzehn Monate lang Wasser führt. Sie wird gespeist von dem Tsauchab-Fluss, von dem man annimmt, dass er früher - bevor ihm die wandernden Dünen den Weg versperrten - in den Atlantik mündete. Rund um das "Vlei" steigen die Dünen bis zu einer Höhe von 325 Metern empor. Die beste Aussicht auf diese Dünenlandschaft hat man von der Spitze der höchsten Dünen - ein Blick, der den mühseligen Aufstieg im losen Sand allemal belohnt.

 

Sanddüne im Sossusvlei-Nationalpark

Der Sossusvlei Nationalpark ist nur für Tagesbesucher geöffnet. Die nächstgelegene Unterkunftsmöglichkeit bietet der Sesriem Campingplatz, ein schöner Campingplatz im Schatten grosser Kameldornbäume am ersten Eingangstor des Nationalparks. Zum Platz gehören sanitäre Anlagen, eine Gemeinschaftsküche und sogar ein Swimming Pool. Eine Tankstelle ist ebenfalls vorhanden. Von hier aus fährt man auf guter Piste noch ca. 60 Kilometer im Tal des Tsauchabflusses bis zu einem PKW Parkplatz, kurz vor Sossusvlei. Die letzten drei Kilometer zur Lehmpfanne dann sind nur für Allradwagen geeignet, da stellenweise Tiefsand die Fahrt erschwert.

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Sesriemcanyon, ungefähr vier Kilometer südlich des Campingplatzes. Über die Jahrmillionen hat der Tsauchabfluss hier eine dreissig Meter tiefe und einen Kilometer lange Schlucht in die Landschaft gegraben. Normalerweise kann man den Canyon, der an den engsten Stellen nur noch knapp zwei Meter breit ist, trockenen Fusses durchwandern. Nach starken Regenfällen jedoch, wenn er sich oft mehrere Monate lang mit Wasser füllt, kann man im Canyon sogar baden.

 

Sossusvlei-Nationalpark
 

Letzte Änderung: 10.07.2000
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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