Der Lake Bogoria in Kenia
Ein Paradies für Vögel und Vogelforscher
Bewegung kommt in die Schar, die Tiere scheinen sich zu formieren. In einer Art Ordnung nimmt einer nach dem anderen Anlauf über das Wasser und schwingt sich laut schimpfend in die Lüfte, um sich an einer anderen Stelle des Sees wieder ungestört niederzulassen. Abertausende folgen, bis sich der Himmel über dem See schier Rosa färbt.
Flamingos soweit das Auge reicht: In allen Schattierungen, von Blassrosa bis Lachsrot schweben sie gleich Wolken über dem See. Lake Bogoria, vormals Lake Hannington, ist das Zentrum des Lake Bogoria National Reserve und Habitat einer der größten Flamingokolonien der Welt. Oft auch als ornithologisches Paradies bezeichnet, zieht dieser See Millionen von Vögeln an. Aktuelle Zählungen in den letzten Tagen ergaben eine Zahl von drei Millionen.
1993 verendeten am Lake Bogoria und dem benachbarten Lake Nakuru innerhalb von nur zwei Wochen 5.000 Tiere. Der Kenyan Wildlife Service, der in aller Eile Untersuchungen durchführte, kam zu dem Schluss, dass die Tiere an einer bakteriellen Infektion gestorben waren, ausgelöst durch einen für gewöhnlich völlig harmlosen Erreger. Die Infektion konnte schliesslich eingedämmt werden, die genaue Ursache indes ist bis heute nicht klar.
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