Die Wüste Namib
Leblos, und doch so lebendig
Nach ihr wurde am 21. März 1990 der neue, unabhängige Staat genannt: Die Wüste Namib, die in einem 80 bis 120 Kilometer breiten Band über die gesamte Westküste Namibias verläuft, ist eine der ältesten Wüsten der Welt. Ihre Entstehung verdankt sie der kalten Meeres- Strömung des Benguela-Stromes, der die vom Meer kommende Feuchtigkeit absorbiert und auf diese Weise für ein seltenes Phänomen sorgt: Frühnebel, der sich in weissen Nebelbänken über den rötlichen Sand der Wüste legt.
Die scheinbar so leblose Wüste wird bevölkert von einer Unmenge kleiner Kreaturen, von denen viele nur hier und nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Sie haben die Namib - nicht nur in wissenschaftlichen Kreisen - weltberühmt gemacht. Die grösseren Wildtierarten, wie Zebras, Spring- und Spiessböcke, Hyänen und Paviane, sind vor allem in den weiten Schotterebenen der Zentralnamib und den rauhen Cañons des Kuiseb- und des Swakopflusses beheimatet. Schakale, Löffelhunde und Erdwölfe findet man überwiegend im Osten des Gebietes.
Vom Sandmeer des Südens über die Atlantikküste und die Schotterebenen der Zentralnamib, wie in einem Kaleidoskop der Landschaften scheint sich die Namib immer wieder neu zu erfinden. Der grösste Teil wurde bereits vor Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt: Im Norden ist das der Skelettküstenpark, an den sich das Nationale Erholungsgebiet Westküste anschliesst. Weiter südlich wurde im zentralen Teil der Namib der Namib-Naukluft-Park eröffnet.
Urlaub wie Sie ihn planen