22.09.2003

Der afrikanische Diamant

Ein Schauspiel der Natur

Ellefanten im Etoscha Nationalpark

 

Die flimmernde Hitze scheint auf dem Asphalt zu tanzen. Soweit das Auge schauen kann, verläuft die Strasse wie mit dem Lineal gezogen nordwärts. Weit draussen in der Ferne verschmilzt sie mit der Savanne, um sich schliesslich am unendlichen Horizont zu verlieren. Namibia ist ein weites Land, wild und atemberaubend schön. Die Unendlichkeit des Horizontes, endlos blauer Himmel, klare Luft und eine geringe Bevölkerungsdichte vermitteln dem Besucher ein Gefühl von grenzenloser Freiheit. Ruhe kehrt ein, eine wohltuende Atempause lang; Balsam für zivilisationsmüde Städterherzen.

 

Fischflusscanon in Namibia
Namibias grandiose und unberührte Natur ist der Reichtum des Landes. Dies hat auch die Regierung beizeiten erkannt:

 

Namibia ist das erste Land der Welt, in dem die Erhaltung der Natur und die schonende Nutzung der Umwelt in der Verfassung verankert sind. Rund zwanzig Naturschutzreservate gibt es in Namibia, darunter der weltberühmte Etoscha Nationalpark im Norden des Landes, Habitat von über 144 verschiedenen Säugetierarten. Elefanten, Giraffen, Gnus, Nashörner, Löwen und Leoparden bevölkern die weiten, offenen Ebenen des Parks, die sich ideal zur Tierbeobachtung eignen.

 

Weiter nordwestlich schliesst sich das unwirtlich rauhe Kaokoveld an, die Heimat der noch immer traditionell lebenden Himba sowie das Damara- Land mit seiner faszinierenden Steinwüste und einer "Galerie" von 2.500 Felsmalereien, die man bei Twyfelfontein entdeckt hat.

 

Weiter nordöstlich ragt der grüne Zeigefinger des Caprivi-Streifens in Richtung Viktoria-Fälle. Die papyrusgesäumten Kanäle, die Schwemmgebiete sowie die dichten Ufer- und Trockenwälder dieser Flusslandschaft bilden einen üppigen Kontrast zur kargen Landschaft des Nordwestens.

 

Namib - Wüste in Namibia
Im Süden bestimmt die Namib, die älteste Wüste der Welt, das Landschaftsbild in ihren vielfältigen Erscheinungsformen. Im Norden zeigt sie sich gebirgig, mit tiefen Schluchten, die zum Wandern einladen, weiter südlich geht die Landschaft über in eine Wüstenebene, deren Höhepunkt das Sandmeer der Zentralnamib - die Dünen von Sossusvlei - bilden. Bis zu 325 Meter ragen diese Sandriesen empor, neben denen ein Mensch sich geradezu zwergenklein ausmacht.

 

Zum Abschluss bietet der Fischflusscanon - nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrösste der Welt - ein weiteres aussergewöhnliches Naturschauspiel. Und spätestens wenn man dann nach einer ausgedehnten Wanderung in den heissen Quellen der am Ausgang der Schlucht gelegenen Erholungsstätte Ais-Ais badet, hat man jegliche Hektik und Hast des Alltags vergessen.

 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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