Der Sossusvlei-Nationalpark
Das Sandmeer der Zentralnamib
Sossusvlei selbst ist eine grosse Lehmpfanne, die nach starken Regenfällen häufig bis zu achtzehn Monate lang Wasser führt. Sie wird gespeist von dem Tsauchab-Fluss, von dem man annimmt, dass er früher - bevor ihm die wandernden Dünen den Weg versperrten - in den Atlantik mündete. Rund um das "Vlei" steigen die Dünen bis zu einer Höhe von 325 Metern empor. Die beste Aussicht auf diese Dünenlandschaft hat man von der Spitze der höchsten Dünen - ein Blick, der den mühseligen Aufstieg im losen Sand allemal belohnt.
Der Sossusvlei Nationalpark ist nur für Tagesbesucher geöffnet. Die nächstgelegene Unterkunftsmöglichkeit bietet der Sesriem Campingplatz, ein schöner Campingplatz im Schatten grosser Kameldornbäume am ersten Eingangstor des Nationalparks. Zum Platz gehören sanitäre Anlagen, eine Gemeinschaftsküche und sogar ein Swimming Pool. Eine Tankstelle ist ebenfalls vorhanden. Von hier aus fährt man auf guter Piste noch ca. 60 Kilometer im Tal des Tsauchabflusses bis zu einem PKW Parkplatz, kurz vor Sossusvlei. Die letzten drei Kilometer zur Lehmpfanne dann sind nur für Allradwagen geeignet, da stellenweise Tiefsand die Fahrt erschwert.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Sesriemcanyon, ungefähr vier Kilometer südlich des Campingplatzes. Über die Jahrmillionen hat der Tsauchabfluss hier eine dreissig Meter tiefe und einen Kilometer lange Schlucht in die Landschaft gegraben. Normalerweise kann man den Canyon, der an den engsten Stellen nur noch knapp zwei Meter breit ist, trockenen Fusses durchwandern. Nach starken Regenfällen jedoch, wenn er sich oft mehrere Monate lang mit Wasser füllt, kann man im Canyon sogar baden.
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